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DJI Osmo Pocket 4P ausprobiert: Mit dem Zweiten sieht man besser
von Felix Frank
9. Aug. 2026 |
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Die DJI Osmo Pocket 4P ist inzwischen auch hierzulande erhältlich. Sie positioniert sich als „Pro-Modell“ oberhalb der Osmo Pocket 4, welche ich vor einigen Monaten unter die Lupe nehmen konnte. Während es bei der Osmo Pocket 4 eher um granulare Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell geht, möchte die Pocket 4P mit einer zweiten Linse, einem höheren Dynamikumfang und mehr Lichtstärke, sprich besserer Low-Light-Performance, punkten. Klingt auf dem Papier vielversprechend, ich konnte mir den großen Bruder der kompakten Gimbal-Kamera bereits vor dem europäischen Marktstart schon für euch anschauen und erste Eindrücke sammeln und auch Vergleiche anstellen.
So viel vorneweg: Viele Erfahrungen decken sich mit jenen der Osmo Pocket 4. Es gibt aber durchaus einige Punkte, weshalb manche vielleicht lieber zur Pocket 4P greifen sollten. Vor allem Unterschiede von der Pocket 4 zur Pocket 4P sollen in diesem Bericht hervorgehoben werden.
Ein Blick aufs Datenblatt legt das Herzstück offen, ein Gespann aus zwei Linsen bzw. Sensoren. Verbaut ist eine Weitwinkellinse mit 1-Zoll-Sensor (CMOS) mit einem Äquivalent von 20 mm und einer Blende von f/2.0. Zusätzlich ist eine Tele-Linse mit dreifacher Vergrößerung (60 mm) mit von der Partie, die auf einen 1/1.28-Zoll-CMOS-Sensor mit f/1.8-Blende setzt. Diese bietet bis zu 12-fach optischen Zoom. Die Hauptlinse unterstützt mit 17 Stufen einen höheren Dynamikumfang und erlaubt dank D-Log 2 und 10-Bit-Farbtiefe entsprechenden Spielraum bei der Postproduktion. Slow-Motion-Aufnahmen sind in 4K mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde möglich. Fotoaufnahmen lassen sich mit bis zu 37 Megapixeln tätigen.
Der Gimbal setzt auf eine Drei-Achsen-Stabilisierung und unterstützt mit ActiveTrack 8.0 DJI-typische, aktive Trackingfunktionen zum Verfolgen von Personen, Tieren und Fahrzeugen sowie Objekten. Auch mehrere Personen können verfolgt werden. Die Gimbal-Kamera bringt 230 Gramm auf die Waage und verfügt auf dem Papier über eine Akkulaufzeit von 210 Minuten. Binnen 18 Minuten soll der Akku wieder auf 80 Prozent geladen sein.
Im Vergleich fällt die Osmo Pocket 4P ein gutes Stück größer aus, als der kleine Bruder. Vor allem die Kameralinsen schlagen da zu Buche, was sich in einem Mehrgewicht von knapp 40 Gramm niederschlägt: Während die Osmo Pocket 4 190 Gramm schwer ist, bringt die Pocket 4P 230 Gramm auf die Waage. Das ist im Gebrauch dennoch an den meisten Stellen zu verschmerzen, und auch diverse Smartphone-Boliden wildern da gewichtstechnisch in ähnlichen Gefilden. Auch die Pocket 4P ist, DJI-typisch, gut verarbeitet und macht insgesamt einen wertigen Eindruck. Ich persönlich würde hier aber umso mehr zum Akkugriff oder dem Griff (mit Gewinde) greifen. Das ist wesentlich ergonomischer, zumal die Pocket 4P kopflastiger ist als ihr kleiner Bruder.
Zur Einrichtung hatte ich bereits bei der Osmo Pocket 4 lobende Worte gefunden: Das Koppeln geht schnell vonstatten und man hat mit der Smartphone-App direkt Zugriff auf alle Aufnahmen der Kompaktkamera. Ein Account wird für die Aktivierung bei der Ersteinrichtung benötigt, auf weiteren Geräten kann die Pocket dann auch ohne Account gekoppelt werden.
Das Ein- und Ausschalten durch das Drehen des Displays ist intuitiv. Ebenso sind die Bedienelemente da, wo man sie benötigt und, sodass man sich – von anderen DJI-Gimbals kommend – nicht groß umgewöhnen muss. Die Kamera ist kompakt, ebenso das Touch-Display, der Großteil der Bedienung erfolgt aber per Joystick oder durch das automatische Tracking.
Wer die Pocket, etwa auf einem Stativ stehend, fernsteuern möchte, musste bisher zu einem Smartphone mit App-Anbindung greifen. Neu ist die Möglichkeit hier mit dem Osmo FrameTap mit einem kleinen Zusatzdisplay zuzugreifen. Zuerst dachte ich mir, das sei etwas überflüssig. Die kompakte Größe lässt sich aber in der Funktion als Selbstauslöser irgendwie einfa