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Light No Fire: Sean Murray hat aus No Man's Sky gelernt und schweigt trotz riesigem Fortschritt
Hello Games feiert zehn Jahre Weltraum-Sim. Im Interview erklärt der Studio-Chef, warum er den weit fortgeschrittenen Nachfolger weiterhin streng geheim hält.
Das ist ein riesiger Meilenstein für No Man's Sky. Diese Woche feiert die Weltraum-Sim von Entwickler Hello Games ihr zehnjähriges Jubiläum. Um das gebührend zu feiern, habe ich mich kürzlich mit Studio-Chef Sean Murray unterhalten.
Zwischen all den Geburtstagsfeierlichkeiten konnte ich es mir allerdings nicht verkneifen, auch nach dem anderen Spiel des Teams zu fragen. Es ist mittlerweile fast drei Jahre her, dass Hello Games den geistigen Nachfolger von No Man's Sky per Trailer enthüllte: Light No Fire. Das Koop-Abenteuer spielt auf einem prozedural generierten Fantasy-Planeten. Seitdem fiel der Name des Spiels zwar ein paar Mal – besonders auffällig, als Teile der Technik 2024 in No Man's Sky landeten –, aber ansonsten hüllten sich die Macher eisern in Schweigen. Also habe ich Murray direkt gefragt: Wann erfahren wir endlich mehr?
"Weißt du", lacht er, als ich das Thema in unserem Gespräch anschneide, "ich habe meine Lektion gelernt. Es ist enorm wichtig, nicht zu früh über Dinge zu sprechen. Aber ich sage mal so: Wenn ich mir ansehe, was wir jeden Tag spielen und auf den Bildschirmen haben, hätten wir eigentlich schon längst etwas zeigen müssen."
Als No Man's Sky 2016 erschien, war die Enttäuschung der Community gewaltig. Hello Games hatte im Vorfeld Features versprochen, die im fertigen Spiel schlichtweg fehlten. Seit diesem PR-Desaster, das das Studio über Jahre mit Gratis-Updates reparierte, hält man sich mit frühen Versprechen extrem zurück.
Wann Hello Games endlich bereit ist, konkreter über Light No Fire zu sprechen, verrät Murray allerdings nicht. "Ich glaube, irgendwann werden wir den Leuten definitiv mehr vom Spiel zeigen. Und ich bin mir sicher, das wird extrem aufregend für alle. Was ich hier jeden Tag sehe, ist schon weit über den Punkt hinaus, an dem jedes andere Studio längst über sein Spiel reden und Material veröffentlichen würde."
Schon früher im Gespräch betonte Murray, dass das Team neben der stetigen Weiterentwicklung von No Man's Sky (ein "weiteres riesiges Update" für die zehn Jahre alte Space-Sim ist bereits auf dem Weg) weiterhin "wirklich hart" an Light No Fire schraubt. Er räumte zudem den "gewaltigen Unterschied" zwischen der frühen PR-Phase von No Man's Sky und ihrem neuesten Projekt ein. "Wir haben einen Trailer [für Light No Fire] rausgehauen und danach absolut nichts mehr gesagt", fuhr er fort. "Ich denke, in gewisser Weise ist das den Leuten ohnehin lieber."
"Ich muss mir echt auf die Zunge beißen, um mit dir nicht über [Light No Fire] zu reden und es den Leuten nicht zu zeigen", gab er an anderer Stelle in unserem Gespräch zu. "Aber ich freue mich einfach so unfassbar darauf. Es macht einfach einen Riesenspaß, daran zu arbeiten."
Light No Fire wurde 2023 bei den The Game Awards offiziell enthüllt. Es dreht sich um "Abenteuer, Bauen, Survival und Erkundung" und schickt euch auf einen uralten, prozedural generierten Planeten von der Größe der Erde. Das Ganze ist von klassischer Fantasy inspiriert. Ihr schließt euch mit anderen Spielern zusammen, um euch in einer "wahrhaft offenen Welt" ein gemeinsames Leben aufzubauen. Die Entwickler versprechen unter anderem "immersive Biome, einzigartige Feinde und wertvolle Ressourcen", die es zu entdecken gilt. Das klingt nach einem absolut ehrgeizigen Projekt. Und als jemand, der No Man's Sky schon seit der allerersten Version 2016 voller Begeisterung spielt, kann ich den Tag kaum erwarten, an dem Hello Games endlich mehr davon zeigt.