// EUROGAMER.DE — GAMING
Star Wars: Galactic Racer angespielt – Endlich wieder Triple-A-Arcade-Racing!
Ehemalige Burnout-Macher bringen das pfeilschnelle Pod-Racing zurück und sorgen mit einem neuen Roguelike-Konzept für puren Arcade-Rausch.
Endlich darf ich offiziell darüber reden! Denn selten fiel es mir so schwer, meine Begeisterung im Zaum zu halten, nachdem ich die frühe Version eines Rennspiels gezockt und drei Stunden lang mit einem breiten Grinsen vor dem Monitor gesessen habe. Warum? Weil Star Wars: Galactic Racer dieses Gefühl, in einem Pod-Racer beziehungsweise einem der anderen Repulsorcraft, wie schwebende Vehikel in Lucas‘ Universum heißen, zu sitzen, so perfekt einfängt, dass ich den ehemaligen Burnout-Entwicklern bei Fuse Games jetzt schon unheimlich dankbar dafür bin.
Schon am Start, wenn man über bestimmte Tastenkombinationen erst den Nachbrenner, dann den Schild und bis zu drei weitere Systeme einschaltet, bevor man mit R2 das Triebwerk kickstartet, auf dass es mit diesem typischen Puff-KNALL! zündet, versinke ich voll in dieser coolen Traumwelt. Anschließend sollte man die Turbinen im richtigen Fenster halten, um einen perfekten Start hinzulegen, und los geht’s.
Das englische Studio wurde 2023 von Matthew Webster sowie Alan McDairmant, Andrei Shires, Peter Lake und Stephen Uphill gegründet, die alle zuvor bei Electronic Arts und vor allem Criterion tätig waren. Star Wars: Galactic Racer ist das erste Spiel des neuen Entwicklers und bot sich unter anderem deshalb als das erste Projekt an, weil das Team damit seine Liebe zu Rennspielen und Star Wars vereinen konnte.
Auch im Rennen bekommt Fuse Games dieses Gefühl anschließend klasse hin, tatsächlich den Film, also das Pod-Rennen daraus nachzuspielen. Erinnert ihr euch? Es geht in der ferngalaktischen Formel 1 nicht hauptsächlich darum, durch schmale Gassen zu fliegen oder enge Kurven zu meistern. Man ist vielmehr auf relativ breiten Strecken sowie gelegentlichen Abkürzungen unterwegs, während man einen zum Überhitzen neigenden Boost sowie eine Reihe offensiver beziehungsweise defensiver Systeme (Fähigkeiten genannt) managt.
Das ist nicht hektisch oder Stress einflößend. Aber es verlangt überlegtes Taktieren und ein wenig Überblick. Und manchmal gutes Timing, wenn man einen Systemschaden reparieren muss, indem man erst die Kreistaste drückt (wir haben auf PlayStation 5 gespielt) und sie ähnlich wie beim aktiven Nachladen à la Gears of War im richtigen Moment noch mal antippt. Das ist dann ein bisschen so, als würde Anakin seinen Racer mitten im Rennen reparieren.
Letztlich zählt natürlich beides; Streckenkenntnis und der sinnvolle Einsatz aller Fähigkeiten. Sowie mitunter das Rempeln und Rangeln, um einen der Kontrahenten im Streckenrand zu vergraben. Star Wars: Galactic Racer ist kein Burnout! Dazu stehen die Takedowns zu wenig im Vordergrund. Aber es sind herrliche Akzente, die das Racing in diesem gebrauchten Universum zu einem gebrauchten Tag für den verunglückten Piloten machen können.
Die Mischung stimmt einfach. Und es ist eben diese Mischung, die man aus dem Film schon kennt. Und wie mir jedes Mal das Herz aufgeht, wenn eine der hochgezüchteten Repulsor-Maschinen mit diesem animalischen Heulen vorbeizieht! Oder wenn in einem Eliminator-Rennen das Orchester erst kurz vor Schluss einsetzt, um sich mit diesem Williams-typischen Aufschwung ins Finale zu steigern. Galactic Racer ist Star Wars pur, sowohl spielerisch als auch, was die Inszenierung angeht, und ich habe mich vom ersten Augenblick an darin verliebt.
Warum sich die Entwickler bei Fuse Games für ihr erstes Spiel im neuen Studio ausgerechnet Star Wars ausgesucht haben? Ich frage einfach mal Creative Director Kieran Crimmins und Studiochef Matthew Webster, nachdem ich in London über Tatooine, Jakku, Crait und andere Planeten geflogen bin. Und während Matt das Aussieben potenzieller Projekte beschreibt sowie die Liebe zu Star Wars und Rennspielen, betont Kieran mit Nachdruck: „Das hier befand sich definitiv ganz oben auf der Liste!“
Wobei die ehemaligen Criterion-Entwickler nach diversen Ein