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Böse Screen-Sharing-Lücke in macOS: Exploit aus Apples Patch gebaut
Wer Apples praktische Bildschirm-teilen-Funktion auf dem Mac nutzt, muss sein Betriebssystem aktualisieren. Ein Exploit ließ sich schnell entwickeln.
Apple Remote Desktop in einer älteren Version: Fernwartung durch Angreifer möglich.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Nutzer, die die Screen-Sharing-Funktion in macOS nutzen, sollten schleunigsten ihren Mac auf einen aktuellen Stand bringen: Einem Team aus Sicherheitsforschern ist es gelungen, aus Apples Patch von dieser Woche einen Exploit zu entwickeln. Wie das auf KI-Einsatz spezialisierte Security-Unternehmen calif.io mitteilte, gelang es, insgesamt die notwendige Software in vier Stunden zu bauen – mittels Reverse Engineering von macOS 26.6.1.
Zwar wurde der Exploit, der insgesamt zwei Pre-Auth-Remote-Angriffe darstellt, nicht veröffentlicht (Proof of Concept siehe X-Posting unten), doch wenn ein Unternehmen dies mittels KI umsetzen kann, dürften andere Angreifer dies auch tun. Neben macOS 26.6.1 hatte Apple die Fehler auch in macOS 14.8.9 (Sonoma) und 15.7.9 (Sequoia) gepatcht.
Vulnerabel sind Nutzer, die Screen Sharing aktiv haben – am schlimmsten sind jene dran, bei denen die entsprechenden Ports aus dem Internet erreichbar sind. Der ursprüngliche Entdecker des Problems, der die Lücken aber nicht an Apple meldete – sie dürften eine ganze Weile bestanden haben, bevor sie durch andere Sicherheitsforscher gefunden wurden –, ermittelte per Scan insgesamt 40.000 Maschinen, wo dies möglich war. Screen Sharing oder auch Teilen des Bildschirms erlaubt eine vollständige Fernwartung des Macs als wäre man an der Maschine. Die Funktion ist Teil von macOS, Profis nutzen auch das darauf aufbauende Apple Remote Desktop, das zusätzliche Administrierungswerkzeuge enthält.
Wie sich nun zeigt, benötigte Apple offenbar mehrere Anläufe, das Screen-Sharing-Problem zu beheben. So steckten schon in macOS 26.6 macOS 15.7.8 und macOS 14.8.8 jeweils drei Fixes im Screen-Sharing-Server, bei denen Apple allerdings nur vom „Abfangen von Netzwerkverbindungen eines anderen Prozesses“, einem Denial-of-Service-Angriff sowie dem Auffinden eines Legacy-VNC-Passworts (Sonoma / Sequoia) beziehungsweise Zugriff auf „sensible Daten“ sprach. Teilweise wurden diese Probleme – wie viele Lücken heutzutage – mittels KI entdeckt, in diesem Fall GPT-5.5.
Der laut Angaben ursprüngliche Entdecker des Problems, @osxreverser, traut laut eigenen Angaben Apples Bug-Bounty-Programm nicht, es sei nicht fair. Daher hatte er das Problem auch nicht gemeldet, aber, wie er ebenfalls schrieb, den Zero-Day auch nicht verkauft – das sei nicht „sein Geschäft“. Offenbar fand er die Screen-Sharing-Lücke ganz normal „händisch“, nicht mittels KI.
Der Vorfall zeigt, wie verändert die Sicherheitslage aufgrund von KI-Werkzeugen geworden ist – diese helfen sowohl Angreifern als auch Verteidigern, führen aber auch dazu, dass es enorm schnell möglich ist, aus veröffentlichten Fehlerbehebungen Exploits zu basteln. Dazu schauen sich die Sicherheitsforscher Apples Update an und führen einen Vergleich zur Vorversion durch – durch Disassemblierung erfolgt dann ein Reverse Engineering. Ein Anbieter von Software kann dagegen nichts tun, es zeigt nur, dass Nutzer schleunigst aktualisieren sollten.
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