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Erdbeben in Kolumbien: Suche nach Verschütteten unter Zeitdruck
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien suchen Helfer weiter nach Verschütteten. Für den neuen Präsidenten de la Espriella wird die Katastrophe zugleich zur ersten großen Bewährungsprobe.
Mitten in der Nacht feiern Rettungskräfte, Helfer und Angehörige in Calí. Sie heben die Arme, jubeln, rufen: "Ja, wir schaffen das“. Gerade haben sie in der Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt eine Person aus einem mehrstöckigen Gebäude gerettet. Ein Moment der Freude in düsteren Zeiten.
Gerade in Calí hat das Erdbeben schwere Schäden angerichtet. Sogar Krankenhäuser sind dort zusammengebrochen. Auch Alvaro Trancoso ist sichtlich überwältigt. Die Feuerwehr hat seine 31-jährige Tochter aus den Trümmern gerettet. Nach fast 30 Stunden.
Mehr als 3.000 Menschen gelten nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien als vermisst.
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"Ich bin so dankbar! Gott sei dank lebt sie", ruft der Vater. Sie sei zwischen einer Tür und einer Wand eingeklemmt gewesen. Sie habe eine leichte Verletzung, aber ihr gehe es gut.
Die Zeit rennt für die Rettungskräfte. Die ersten 72 Stunden nach einem Erdbeben gelten als besonders entscheidend, um noch Überlebende zu bergen.
Das Erdbeben ist auch eine Bewährungsprobe für den neuen Präsidenten Kolumbiens. Abelardo de la Espriella ist erst seit Ende letzter Woche im Amt. Verwaltungserfahrung hat er nicht, er ist als politischer Quereinsteiger gewählt worden.
Der Regierungschef reiste schnell nach dem Erdbeben von Montagmorgen in die betroffenen Gebiete und versuchte, sich als Macher zu zeigen, mit heroischen Videos auf seinen Social-Media-Kanälen. "Wir tun, was wir tun müssen", sagt de la Espriella.
Der linke Präsidentschaftskandidat in Kolumbien, Cepeda, sagte, er werde die Niederlage akzeptieren.
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Dem ultrarechten Präsidenten war die Regierung des linken Vorgängers Gustavo Petro verhasst. Das wird ihm jetzt im Krisenmanagement zum Verhängnis. Ihm fehlen eingeweihte Vertraute an den Spitzen wichtiger Katastrophenschutzbehörden.