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KI-Update kompakt: Muse Glimmer, Zero-Days, KI-Denkprozesse, Jarvis-Wettbewerb
Das "KI-Update" liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Meta hat mit Muse Glimmer ein offenes KI-Sprachmodell veröffentlicht, das auf handelsüblicher Hardware läuft. Die Gewichte stehen auf Hugging Face zum freien Download bereit, auch für kommerzielle Zwecke. Möglich macht das ein technischer Kniff: Meta komprimiert die Gewichte auf rund 4 Bit. Aus über 55 GByte werden so weniger als 20 GByte, das Modell passt damit in den Speicher eines Mac oder PCs mit einer einzelnen Grafikkarte. Zielanwendungen sind lokale KI-Agenten, Function Calling und Coding.
Laut Metas eigenen Benchmarks schlägt Muse Glimmer ähnlich große Modelle wie Gemma 4 oder Qwen 3.6. Herstellerangaben sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Begleitet wurde die Veröffentlichung von einem langen Grundsatzpapier von Mark Zuckerberg. Darin argumentiert er, dass breit verteilte KI-Fähigkeiten am Ende alle sicherer machten. Meta positioniert sich damit bewusst als Gegenentwurf zu Wettbewerbern mit geschlossenen Modellen und will die Standards der Branche setzen.
Google erweitert sein „Ask Maps“-Feature um agentische Fähigkeiten von Gemini. Nutzer können der KI künftig sagen, was sie bei welchem Restaurant zum Mitnehmen bestellen möchten. Google Maps sucht das Restaurant, legt das Essen in den Warenkorb und erstellt eine Übersicht zur Bestätigung. Über Personal Intelligence berücksichtigt die KI Vorlieben, favorisierte Restaurants und Ernährungsbedürfnisse.
Zusätzlich liefert die KI Informationen zu Hotels und Events und ermöglicht Buchungen aus der App. Zunächst sind die Funktionen auf die USA beschränkt und laufen nur bei Restaurants, die mit Partnern wie Square, Toast und künftig Uber Eats arbeiten. Google will das Programm künftig ausweiten.
Der KI-Musikdienst Suno führt Download-Limits ein. Ab September dürfen kostenlose Nutzer nur noch sieben Songs insgesamt herunterladen, Pro-Abonnenten zwanzig monatlich. Damit will Suno den massenhaften Export generierter Titel eindämmen. Studio-Abonnenten sind allerdings ausgenommen, zusätzliche Downloads lassen sich nachkaufen.
Während Suno KI-Spam bekämpft, entwickelt es zugleich effizientere Generierungstools. Das Unternehmen kündigt neue Modelle mit höherer Qualität an und betont die Zusammenarbeit mit Musikern. Das dürfte auch dem Zweck dienen, Konflikte mit der klagenden Musikindustrie zu entschärfen.
Die Chefin von Google Threat Intelligence, Sandra Joyce, erwartet in den kommenden Monaten deutlich mehr per KI entdeckte Zero-Day-Lücken als je zuvor. Über solche Lücken lassen sich Systeme angreifen, weil noch keine Schutzmaßnahmen existieren. Angriffe erfolgten verstärkt von Regierungsinstitutionen wie von Kriminellen.