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Donnerstag: FlightAware-Absage der Kalshi-Klage, Mistral als KI- & Server-Dienst
Storno der Flugwetten-Klage + Ausbau der Mistral-Angebote + Amazon bald ohne MMOG + Nachweis von Glueball-Teilchen + #heiseshow
Das ging flugs: Der Flugdatendienst FlightAware zieht seine erst Anfang dieser Woche erhobene Klage gegen die US-Wettbörse Kalshi zurück. Kalshi richtet Wetten auf Flugverspätungen aus und hatte FlightAware ohne deren Einwilligung als Datenquelle angegeben. In Europa wandelt sich das KI-Labor Mistral zunehmend vom Modellentwickler zum KI-Infrastrukturanbieter, um im Wettbewerb mit großen KI-Anbietern zu bestehen. So offeriert die französische Firma KI-Verarbeitung auf eigenen Servern an, wo neben der Mistral-KI auch fremde KI-Modelle genutzt werden können. Derweil zieht sich Amazon aus MMO-Spielen zurück. Während „New World: Aeternum“ bereits abgewickelt wird, bekommen die beiden MMOG „Throne and Liberty in the West“ sowie „Lost Ark in the West“ in Kürze neue Betreiber. Amazon fokussiert sich jetzt auf Cloud-Gaming und Partyspiele – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Der Flugdatensammler FlightAware hat seine Klage gegen die US-Wettbörse Kalshi nur einen Tag nach Erhebung wieder zurückgezogen. Das lässt auf eine Einigung zwischen den Streitparteien, die sich öffentlich nicht geäußert haben, schließen. Anlass für die Klage war, dass Kalshi Wetten auf Flugverspätungen und -ausfälle anbietet und die Wettauswertung davon abhängig macht, welche Angaben FlightAware veröffentlicht. FlightAware hat dem nie zugestimmt, wurde von Kalshi aber namentlich genannt. Der Prognosemarkt hat sofort reagiert und diese Benennungen entfernt, verlinkt FlightAware jetzt nur noch. Zudem stellt Kalshi klar, dass die Datenquelle das Wettangebot nicht gutheißt, sodass FlightAware in besserem Licht steht: FlightAware lässt Klage wegen Wetten auf Flugverspätungen fallen.
Der französische KI-Anbieter Mistral stellt sein Geschäft breiter auf und hat dazu drei zentrale Schritte angekündigt. Der Erste betrifft den kostspieligen Ausbau eigener Rechenkapazität in Europa. Dafür bringt das Unternehmen eine Gruppe großer europäischer Unternehmen und Institutionen zusammen, die sich über mehrere Jahre zur Abnahme von Rechenleistung verpflichten sollen. Daneben können Kunden bestimmen, wo die KI-Anfragen verarbeitet werden, was im Rahmen der digitalen Souveränität Europas wichtig ist. Der dritte Schritt ist zugleich der überraschendste: Mistral will künftig nicht mehr nur eigene Modelle über seine Plattform anbieten, sondern auch Open-Weight-Modelle anderer Entwickler. Den Anfang macht ein chinesisches KI-Modell: Mistrals große Wette auf Europas KI-Infrastruktur.
Die Amazon Game Studios geben den Betrieb zweier großer Online-Spiele auf und ziehen sich damit offenbar aus MMOG (Massively Multiplayer Online Games) zurück. Im Gegensatz zu „New World: Aeternum“, das Anfang 2027 komplett eingestellt wird, werden „Throne and Liberty in the West“ sowie „Lost Ark in the West“ an andere Unternehmen übergeben, die den Betrieb aufrechterhalten wollen. Spieler dieser MMO-Titel können jetzt widersprechen, falls sie ihre Daten nicht an die neuen Betreiber übertragen wollen. Damit verabschieden sich die Amazon Game Studios aus dem Betrieb von MMO-Spielen. Die Prioritäten der Gaming-Sparte des Konzerns liegen jetzt eher auf dem eigenen Cloud-Gaming-Dienst und Partyspielen: Amazon Game Studios schrumpfen ihr Angebot von Online-Spielen zusammen.
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