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Neue KI-Modelle: Gemini 3.7 Flash und DeepSeek V4-Pro im Vergleich
Google bringt Gemini 3.7 Flash, OpenAI beschleunigt GPT-5.6 Sol mit Ultrafast, DeepSeek V4-Pro kommt mit Zeitzonen-Tarif.
(Bild: Google / DeepSeek / OpenAI / Bearbeitung heise medien)
Neue KI-Modelle erscheinen bekanntermaßen bevorzugt donnerstags. Google bringt Gemini 3.7 Flash nur drei Wochen nach Gemini 3.6 Flash heraus. Es sei nun Googles bislang leistungsfähigstes Modell der Flash-Reihe für Coding- und Agentenaufgaben.
Google stellt Gemini 3.7 Flash bei den obligatorischen Benchmarks den Konkurrenzmodellen Claude Sonnet 5, GPT-5.6 Terra und Muse Spark 1.2 gegenüber. Das Ergebnis fällt gemischt aus.
Bei der Bewertung der Code-Qualität (FrontierCode 1.1 Main) liegt Gemini 3.7 Flash mit 43,6 Prozent knapp vorn, gefolgt von Claude Sonnet 5 mit 42,7 Prozent und GPT-5.6 Terra mit 41,3 Prozent. Bei länger angelegten Software-Engineering-Aufgaben (DeepSWE v1.1) kehrt sich das Verhältnis um: Hier erreicht GPT-5.6 Terra 69,6 Prozent und liegt damit vor Gemini (65,3 Prozent) sowie deutlich vor Claude Sonnet 5 (53,8 Prozent). Im Bereich Webentwicklung (WebDev Arena) führt Gemini 3.7 Flash mit einem Elo-Wert von 1588 vor Claude Sonnet 5 (1541) und Muse Spark 1.2 (1535). Bei der Automatisierung von Unternehmens-Workflows (AutomationBench) liegt Gemini nach Google-Angaben ebenfalls vorn (30,4 Prozent), vor GPT-5.6 Terra (23,6 Prozent) und Claude Sonnet 5 (10,7 Prozent).
Andere Kategorien zeigen wiederum Vorteile der Konkurrenz: Bei agentischer Computernutzung (OSWorld-2.0) erreicht GPT-5.6 Terra 50,2 Prozent gegenüber 47,9 Prozent bei Gemini. Und im zusammenfassenden Artificial Analysis Intelligence Index, der mehrere Benchmarks zu einem Gesamtwert verrechnet, liegen GPT-5.6 Terra und Muse Spark 1.2 mit jeweils 57 Punkten sogar knapp vor Gemini 3.7 Flash (56 Punkte). Claude Sonnet 5 kommt in diesem Index auf 55 Punkte.
Bei der Einordnung dieser Zahlen ist wie immer Vorsicht angebracht. Es handelt sich durchweg um Google-Angaben.
Mit dem Release von 3.7 Flash halbiert Google die Kosten für die gesamte aktuelle Flash-Generation – unabhängig davon, ob Entwickler das ältere 3.6- oder das neue 3.7-Modell einsetzen. Der Einführungspreis von 3.7 Flash liegt bei 0,75 US-Dollar pro Million Input-Tokens sowie 3,75 US-Dollar pro Million Output-Tokens. Der reduzierte Preis gilt bis 31. Dezember 2026. Der reguläre Preis beider Modelle liegt bei 1,50 respektive 7,50 Dollar.
Parallel haben Cerebras und OpenAI in einem gemeinsamen Blogbeitrag den neuen Service-Tier „Ultrafast“ für GPT-5.6 Sol vorgestellt. Beschleunigt von Cerebras‘ „Wafer Scale Engine“-Hardware soll GPT-5.6 Sol im Ultrafast-Modus bis zu 750 Ausgabe-Tokens pro Sekunde verarbeiten und damit bis zu 14-mal schneller als der Standardmodus sein, ohne dass dabei laut den Unternehmen Abstriche bei der Modellqualität gemacht werden müssten. Der Geschwindigkeitsgewinn stamme ausschließlich aus der Hardware-Architektur. Cerebras platziert 44 GByte SRAM direkt auf jedem Wafer-großen Chip, wodurch der für GPU-Inferenz typische Flaschenhals beim Datentransfer zwischen Speicher und Recheneinheit entfällt.
Als Beleg führen die Unternehmen unter anderem den Wissens-Benchmark Humanity’s Last Exam an: Dort habe GPT-5.6 Sol im Ultrafast-Modus alle 2500 Fragen in gut elf Stunden beantwortet, während Anthropics Claude Fable 5 für eine vergleichbare Genauigkeit mehr als drei Tage gebraucht habe. Auch bei GDP-Val, einem Benchmark für wirtschaftlich relevante Wissensarbeit wie juristische Schriftsätze oder Finanzmodelle, habe Ultrafast eine 5,6-fache Beschleunigung ohne Qualitätsverlust erzielt. Der Dienst steht zunächst nur ausgewählten OpenAI-Kunden in einer begrenzten Vorschau zur Verfügung.