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Bayerns 360-Millionen-Rechnung: Jetzt muss das Bundeskartellamt endlich ran!
Bund und Länder zahlen Millionen an Microsoft, während weltweit Kartellbehörden aktiv werden. Deutschland darf nicht länger zögern, meint Dennis-Kenji Kipker.
(Bild: bluestork,Pixel-Shot/Shutterstock.com; heise online)
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
In acht Jahren zahlt der Freistaat Bayern rund 360 Millionen Euro an Microsoft, ähnlich dramatische Summen meldet der Bund. Hinter den Zahlen verbirgt sich ein Geschäftsmodell, das auf restriktiver Lizenzbündelung unabhängiger Produkte und Preistreiberei setzt und Kunden immer tiefer in die Abhängigkeit führt. Es wird Zeit, dass das Bundeskartellamt diesen Praktiken nun endlich Einhalt gebietet.
Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker ist wissenschaftlicher Direktor des cyberintelligence.institute in Frankfurt am Main und Professor für IT-Sicherheitsrecht.
Wer geglaubt hat, die Diskussion um explodierende Microsoft-Kosten in deutschen Behörden sei mit dem Bund bereits ausreichend beleuchtet, wird nun eines Besseren belehrt: Wenige Wochen nach den Zahlen zur Bundesverwaltung hat nun der Freistaat Bayern offengelegt, was der Softwarekonzern die eigene Verwaltung kostet. Rund 258 Millionen Euro sind zwischen 2020 und 2025 tatsächlich geflossen, weitere gut 100 Millionen Euro stehen im laufenden Doppelhaushalt zur Überweisung bereit. Macht in Summe rund 360 Millionen Euro in acht Jahren. Zum Vergleich: Das ist nahezu das Anderthalbfache der Mittel, die der Freistaat 2026 für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz zusammen bereitstellt. Dabei sind die Microsoft-Ausgaben der bayerischen Kommunen in dieser Aufstellung noch nicht einmal eingerechnet. Besonders kräftig wachsen dabei die Kosten für M365 – ausgerechnet jenes Abo-Modell, das Kunden in ein einseitiges Mietverhältnis zwingt, aus dem ein Ausstieg zunehmend schwerer fällt.
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Wer nun denkt, es handle sich bei diesen horrenden Summen um Ausreißer einzelner Landeshaushalte, irrt sich leider. Auch beim Bund kletterten die Lizenzgebühren zwischen 2017 und 2024 nach eigenen Angaben auf rund 1,3 Milliarden Euro, nach weiter gefasster Berechnung dürften die tatsächlichen Kosten noch deutlich höher liegen.
Der Grund dafür ist kaum der gestiegene Bedarf der Verwaltungen, sondern vielmehr eine Lizenzarchitektur, die Microsoft seit Jahren gezielt auf die Knechtschaft der Kunden ausrichtet. Produkte werden so gebündelt, gestaffelt und miteinander verknüpft, dass ein Wechsel zu Alternativen technisch aufwendig und wirtschaftlich unattraktiv wird. In Folge lassen sich Preiserhöhungen kaum wirksam abwenden. Denn wer seine Verwaltung, seine Prozesse und seine Mitarbeiterschulungen einmal auf MS Office, MS Teams und Azure ausgerichtet hat, wechselt nicht mehr eben mal den Anbieter. Und genau das weiß der Konzern auch, und monetarisiert diese erzwungenen Abhängigkeiten systematisch.
Microsofts Strategie, Kunden in Lock-ins zu treiben und so möglichst hohe Erlöse zu erzielen, macht nicht bei Produkten und Anwendungen halt. Besonders deutlich wird das bei den Supportgebühren, die für viele Kunden zu einem schmerzhaften Kostenfaktor geworden sind. Seit Microsoft 2017 sein Supportmodell umgestellt hat, berechnet sich die Gebühr für den sogenannten Unified Support nicht mehr danach, was ein Kunde tatsächlich benötigt, sondern schlicht danach, wie viele Lizenzen er buchen musste. Jede zusätzliche Azure-Instanz und jede neue M365-Lizenz treibt die Supportkosten automatisch in die Höhe, selbst wenn nie eine einzige Anfrage gestellt wird. Digitalisierung wird auf diese Weis