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Stalker 2 Version 2.0: So gewaltig stellt das kostenlose Upgrade die Postapokalypse um
GSC Game World schraubt am Gameplay: Update 2.0 liefert neue Waffen, tiefere Wetter-Mechaniken und A-Life-Fixes vor dem DLC Cost of Hope
Nächste Woche erscheint die große Stalker-2-Story-Erweiterung Cost of Hope. Wer mehr Spaß in der Zone um Tschernobyl sucht, dürfte hier fündig werden. Aber auch wenn das Geld gerade nicht so locker sitzt, dürfte der postapokalyptische Shooter mit seiner gewaltigen offenen Welt ab dem 20. August wieder einen Besuch wert sein. Denn parallel zum DLC erscheint das kostenlose Update 2.0, das den Titel auf diversen Ebenen verbessert. Nicht nur optisch, sondern auch spielerisch.
Die Pressemeldung spricht von diversen attraktiven Änderungen. Bis wir die allerdings selbst ausprobieren konnten, sind diese Angaben natürlich mit Vorsicht zu genießen. Was steht also auf dem Schrieb, den uns GSC Game World elektronisch unter der virtuellen Tür durchgeschoben hat?
GSC Game World will für das Update etwa massiv an der Beleuchtungsschraube gedreht haben. Realistischere Schattenwürfe und Reflexionen sollen die Atmosphäre verdichten – was sich besonders in verlassenen Gebäuden und den oftmals beklemmenden unterirdischen Anlagen bezahlt machen dürfte. Gleichzeitig wurden die Landschaften und die Vegetation überarbeitet (die ein ukrainischer Freund schon in der Ursprungsversion als besonders authentisch gelungen bezeichnete), damit sich die Zone ein Stück organischer anfühlt.
Interessant ist hierbei vor allem, dass das Wetter nicht länger reine Kulisse bleibt. Nebel fungiert den Entwicklern zufolge nun als handfeste Gameplay-Mechanik, die sowohl euch als auch euren Feinden massiv die Sicht und das Gehör raubt. Passend dazu hat man auch dem leichten Regen ein visuelles Makeover verpasst, damit das Ganze stimmig ins überarbeitete Gesamtbild greift.
In Sachen Weltendynamik hat man sich erfreulicherweise das A-Life-System zur Brust genommen. Die Zone soll geschäftiger, aber eben auch nachvollziehbarer agieren. In der Praxis bedeutet das mehr umkämpfte Brennpunkte: An Lagerfeuern, Bushaltestellen und anderen markanten Orten kreuzen sich nun wohl häufiger die Wege von Stalkern und Mutanten.
“Unzählige Fixes unter der Haube” sollen sich absurder Momente annehmen, in denen Feinde einfach durch massive Hindernisse hindurchballerten oder Gegenstände trotz versperrter Wege warfen. Ebenso soll die “unerwartete Überbevölkerung in gewissen Arealen” der Vergangenheit angehören.
Wer das überarbeitete Ödland erst einmal aus sicherer Entfernung sondieren will, bekommt nun drei verschiedene Ferngläser an die Hand. Ein Feldstecher fehlte dem Spiel zum Release ja unerklärlicherweise. Mit den neuen A-Life-Mechaniken dürfte ein Fernglas aber wichtiger werden denn je. Jedes Modell bringt eigene technische Spezifikationen mit und lässt sich entweder in der Welt finden oder bei Händlern abgreifen. Eine schnörkellose, aber willkommene Ergänzung, um Feinde zu markieren und Routen vernünftiger zu planen.
Auch das Arsenal bekommt Zuwachs. Vier neue Waffen – das Sturmgewehr Arev, die beiden DMRs GP3A und SKP sowie die Maschinenpistole Fora-230 – füllen bald euren Rucksack. Wer die Augen offenhält, kann irgendwo im Nirgendwo zudem eine einzigartige Variante einer dieser Waffen ausfindig machen. Abgerundet wird das Loadout durch neue Visiere (ein x3-Scope für West-Waffen und ein neues Red-Dot für den Ostblock) sowie die Möglichkeit, „Offset Aiming“ ab sofort auch abseits der Nachtsichtgeräte zu nutzen. Das soll schlicht mehr Freiheit dabei geben, wenn man an seinem Loadout bastelt.
Ach ja, wer seine Exkursionen gern in nackten Zahlen sieht: Der PDA hat endlich eine dedizierte Statistikseite spendiert bekommen. Und als besonders schöne Note in Sachen World-Building passen sich bekannte Widersacher wie Bloodsucker und Fleshes nun optisch an ihr jeweiliges Habitat an. Das sorgt für eine nette visuelle Abwechslung, bevor man ihnen das Blei um die Ohren jagt.