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Hoffnung auf Überlebende nach Erdbeben in Kolumbien schwindet
In Kolumbien ist die Zahl der Opfer des Erdbebens vor fast einer Woche weiter gestiegen. Mittlerweile hat sich die Arbeit der Retter auf die Bergung Toter verlagert. Präsident de la Espriella bat derweil Donald Trump um Aussetzung von Zöllen.
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien schwindet die Hoffnung auf die Rettung von Überlebenden. Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 294 gestiegen, wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilte.
Zudem würden 320 weitere Menschen vermisst, fast 4.000 seien verletzt. Der Schwerpunkt der Rettungsarbeiten verlagert sich zunehmend auf die Bergung von Toten aus den Trümmern eingestürzter Gebäude. Tausende Häuser wurden durch das Beben zerstört.
Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montagmorgen die Region um San José del Palmar erschüttert. Schäden gab es von der Pazifikhafenstadt Buenaventura bis in die Kaffeeanbauregion und die großen Städte im Westen des Landes. Mehr als zwei Drittel der Todesopfer gab es in den Städten Cali und Pereira.
Die Lage für die Helfer bleibt gefährlich. Seit dem Hauptbeben wurden 269 Nachbeben verzeichnet.
Nach dem Erdbeben in Kolumbien leisten Freiwillige das, was an staatlicher Hilfe fehlt.
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Für den neuen Präsidenten Abelardo de La Espriella ist die Katastrophe die erste große Bewährungsprobe. Er wurde für sein anfängliches Krisenmanagement kritisiert, insbesondere weil er Hilfsangebote einiger Länder zunächst nicht angenommen hatte. Später trafen Rettungsteams aus Israel und den USA ein.
De La Espriella telefonierte nach eigenen Angaben am Samstag mit US-Präsident Donald Trump und bat ihn wegen des Bebens um eine vorübergehende Aussetzung von US-Zöllen auf kolumbianische Waren. "Heute ist die Allianz zwischen Kolumbien und den USA wichtiger denn je für den Wiederaufbau unseres Landes", so de La Espriella auf X.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau in hundert Sekunden | 16.08.2026 | 04:43 Uhr