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Wie sich Nordkoreas Diktator Kim aus der Isolation löst
Nordkorea steht offenbar kurz davor, weitere Soldaten nach Russland zu schicken. Pjöngjang profitiert davon sowohl politisch als auch militärisch. Die strategische Position von Diktator Kim ist so gut wie lange nicht mehr.
Wenn es nach ukrainischen Quellen geht, dann darf Russland in Kürze mit einer erheblichen Verstärkung rechnen. Nordkoreas Diktator Kim Jong Un könnte seine laufende Unterstützung für Moskau noch einmal erhöhen. Von bis zu 50.000 zusätzlichen Soldaten ist nach ukrainischen Geheimdienstmeldungen die Rede. Die Verstärkung könnte im Hinterland und an der Front eingesetzt werden.
Die Meldungen über den zusätzlichen Beistand werden von russischer und nordkoreanischer Seite nicht bestätigt. Aber sie passen zu einer Entwicklung, die sich immer deutlicher abzeichnet. Im Zuge des russischen Angriffskriegs spielt Nordkorea plötzlich auf der internationalen Bühne eine größere Rolle. Offenbar gelingt es Kim, die Isolation aufzuweichen.
Wie zuvor Wladimir Putin reiste inzwischen auch Chinas Staatschef Xi Jinping nach Pjöngjang - nicht zuletzt um klarzustellen, dass Peking immer noch die Nummer eins unter den Verbündeten Nordkoreas sei.
Roter Teppich für den hohen Besuch aus Peking: Im Juni 2026 wurde Chinas Staatspräsident Xi (links) von Nordkoreas Machthaber Kim in Pjöngjang empfangen.
Selbst die USA schlagen versöhnliche Töne gegenüber Kim an. US-Präsident Donald Trump schwärmt in seinem Onlinedienst von "sehr guten Beziehungen" zu Kim. Das bereits angelaufene Manöver mit dem eigenen Bündnispartner Südkorea stellt er öffentlich infrage.
Ob es ihm aber gelingen sollte, Nordkorea zu Gesprächen zu bewegen, scheint heute fraglicher denn je. 2019 waren die Verhandlungen mit Nordkorea über eine Denuklearisierung im Gegenzug für wirtschaftliche Hilfe gescheitert.
"Nordkorea ist heute in einer strategischen Situation, die vorteilhafter ist als das, was man in den Jahrzehnten zuvor erlebt hat", bestätigt auch der Nordkorea-Experte Eric Ballbach von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.
Das Blatt wendete sich für Kim mit dem Einstieg in den russischen Krieg gegen die Ukraine. 2024 entsandte er erstmals schätzungsweise etwa 15.000 Soldaten nach Russland. Die Verluste müssen anfangs groß gewesen sein. Aber die Gewinne aus Sicht Kims noch größer.
Erstmals seit sieben Jahren ist Chinas Staatschef Xi nach Nordkorea gereist - ein Besuch mit Symbolcharakter.
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