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Zehn Menschen bei russischen Angriffen im Gebiet Charkiw getötet
Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Die ukrainische Armee setzte Hunderte Drohnen gegen die Region Moskau ein. Details zu Schäden liegen nicht vor.
In der Ukraine sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben im Gebiet Charkiw mindestens zehn Menschen getötet worden. In Petschenihy rund 55 Kilometer östlich von Charkiw seien acht Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es sei zivile Infrastruktur beschädigt worden, darunter zehn Privathäuser, ein Café und Geschäfte.
Russland griff zuletzt verstärkt mit Marschflugkörpern und Raketen an, da es der ukrainischen Armee nach Regierungsangaben an modernen Flugabwehrraketen mangelt. Russische Drohnen können hingegen nach ukrainischer Darstellung gut bekämpft werden.
Die ukrainische Luftwaffe kündigte in der vergangenen Woche an, die Zahl der von Russland verwendeten und durch die Ukraine abgefangenen Raketen nicht mehr regelmäßig zu erwähnen. Vermutlich soll dies Rückschlüsse auf das eigene Abwehrraketenarsenal erschweren.
Auch die Ukraine, die sich seit knapp viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, griff in der Nacht erneut an. Moskau und die umliegende russische Hauptstadtregion wurden massiv mit Drohnen attackiert. Nach Darstellung des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin flogen 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion.
Ein Großteil sei bereits auf dem Weg, etwa 180 Drohnen dann im Raum Moskau von der Luftverteidigung zerstört worden. Der Betrieb der Hauptstadtflughäfen wurde zeitweise eingestellt. Sobjanin teilte nicht mit, ob und wie viele Drohnen ihre Ziele erreichten.
Wildberries, das die Ukraine verstärkt ins Visier nimmt, hat in Russland eine ähnliche Bedeutung wie hierzulande Amazon.
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Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte mit, dass erneut ein Lagerhaus des Logistikkonzern Wildberries getroffen worden sei. Ein durch den Drohnentreffer ausgelöstes Feuer sei bereits wieder gelöscht worden. Zudem seien Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk beschädigt worden, so Worobjow via Telegram. Details nannte er nicht.
Die Ukraine wirft dem Online-Versandhändler Wildberries vor, russischen Soldaten und der russischen Armee Ausrüstung zu liefern - auch Drohnenbauteile. In den vergangenen Wochen schlugen Drohnen in einer Reihe von Lagerhäusern ein und lösten teils Großbrände aus. Dies schädigt auch kleinere russische Unternehmen, die ihre Waren via Wildberries vertreiben.
Der ukrainischen Armee gelingt es, Ziele weit entfernt von der Front zu treffen. Dabei setzt sie vor allem auf Drohnenschwärme mit großer Reichweite.