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Fairphone (Gen. 6+) im Test: Nachhaltig und gut?
von André Westphal
18. Aug. 2026 |
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Heute hat Fairphone sein neuestes Smartphone vorgestellt: das Fairphone (Gen. 6+). Es gastierte vorher auch schon mehrfach in der Gerüchteküche. Gegenüber dem Vorgängermodell sind primär ein neuerer Prozessor verbaut sowie der RAM von 8 auf 12 GByte angewachsen. Ich habe mir das nachhaltige Smartphone einmal für euch im Test genauer angesehen.
Das Fairphone (Gen. 6+) ist primär ein kleiner Evolutionsschritt. Denn große Teile der Ausstattung sind im direkten Vergleich mit dem Fairphone (Gen. 6) identisch geblieben. Beispielsweise gilt das auch für zentrale Komponenten wie Display und Kamera. Zwar werkelt nun ab Werk Android 16 als Betriebssystem auf dem mobilen Endgerät, doch auch das Vorgängermodell hat schon ein entsprechendes Update erhalten. Und eigentlich ist ja schon Android 17 verfügbar, sodass man sich hier nicht wesentlich mit Ruhm bekleckert.
Fairphone verspricht für das neue Fairphone (Gen. 6+) fünf Jahre Garantie und Software-Support bis einschließlich 2033. Zudem sind viele der Bauteile austauschbar – z. B. die Kameralinsen, der Lautsprecher, der USB-Port, der Akku, das Display, das Backcover oder der Einschub für die SIM-Karten. Entsprechende Ersatzteile sind frei nachkaufbar.
Diese Kombination soll dazu anregen, das mobile Endgerät möglichst lange zu nutzen. In Deutschland kostet das Fairphone (Gen. 6+) 649 Euro und ist ab heute direkt über Fairphone.com sowie bei ausgewählten Partnern zu haben.
Das Fairphone (Gen. 6+) ist jetzt auch in der neuen Farbe Cobalt Blue erhältlich. In dieser Farbvariante liegt dann auch mein Testmuster vor. Der integrierte Akku mit 4.415 mAh kann mit 30 Watt aufgeladen werden, was nach heutigem Stand der Dinge eher gemächlich ist, aber der Langlebigkeit dienlich sein könnte.
Das Fairphone (Gen. 6+) misst 156,5 x 73,3 x 9,6 mm und wiegt 191 g. Gefühlt ist es leichter, denn es liegt sehr locker in der Hand, was auch an dem Gehäuse aus Polycarbonat liegen mag. Das Smartphone ist nach IP55 geschützt vor Staub und Wasser und unterstützt die Schnittstellen 5G/4G LTE, eSIM, microSD, Bluetooth 5.4, Wi-Fi 6E, GPS und USB-C. Dass eine Speichererweiterung per Karte möglich ist, sieht man heute ja nicht mehr alle Tage.
An der Rückseite sitzen zwei gut sichtbare Schrauben, welche das Öffnen des Gehäuses bzw. den Austausch der modularen Rückseite erlauben. Hier könnt ihr Zubehör wie Fingerschlaufen, Lanyards oder Kartenhalter anbringen und austauschen.
Sieht dadurch natürlich ein wenig rustikaler aus als bei anderen Modellen. Rechts am Fairphone (Gen. 6+) sitzen die Powertaste mit integriertem Fingerabdruckscanner und darüber ein neongelber Slider. Über jenen wechselt ihr zwischen der regulären Android-Oberfläche und einem minimalistischen Design.
Letzteres präsentiert euch eine monochromatische Ansicht und beschränkt sich auf Grundfunktionen wie Telefonie, SMS, Kamera, Musik und Notizen. Das soll euch eine ablenkungsfreie Oberfläche anbieten, wenn ihr einerseits etwas digitalen Detox betreiben wollt und andererseits für den Notfall erreichbar bleiben mögt.