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Android: Google führt neue Freischaltung für nicht verifizierte Apps ein
von Carsten Knobloch
18. Aug. 2026 |
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Google bereitet bei Android bekanntlich eine größere Änderung vor, die das Installieren von Apps sicherer machen soll. Künftig müssen Entwickler ihre Identität nachweisen, wenn ihre Apps auf zertifizierten Android-Geräten laufen sollen. Das soll verhindern, dass Betrüger nach dem Löschen einer Schad-App einfach unter neuem Namen dieselbe App erneut verteilen. Ab Ende September 2026 startet diese Pflicht zunächst in vier Ländern wie Brasilien oder Singapur, bevor sie 2027 weltweit für alle Installationen gilt. Für die allermeisten normalen Apps aus dem Play Store oder von bekannten Anbietern ändert sich im Alltag dadurch nichts.
Wer jedoch Apps von Entwicklern installieren möchte, die sich bewusst nicht bei Google registriert haben, muss künftig einen speziellen Freischaltprozess durchlaufen. Google hat diesen Ablauf absichtlich mit mehreren Sicherheitsstufen versehen, damit Nutzer am Telefon nicht von Trickbetrügern überrumpelt werden.
Man muss die Option zunächst in den Entwickleroptionen anstoßen, das Smartphone neu starten und anschließend ganze 24 Stunden warten, bevor sich die Sperre für sieben Tage oder dauerhaft aufheben lässt. Dieser Neustart beendet eventuelle Fernwartungs-Sitzungen und die Wartezeit nimmt den Druck aus typischen Betrugsanrufen.
Ist die Wartezeit einmal abgelaufen, lassen sich die Entwickleroptionen auf Wunsch wieder abschalten, damit empfindliche Anwendungen wie Banking-Apps nicht meckern. Beim Installieren oder Aktualisieren einer nicht verifizierten App zeigt Android dann zwar weiterhin einen Warnhinweis an, dieser lässt sich aber einfach mit einem Fingertipp auf Trotzdem installieren bestätigen. Wer Apps ohnehin direkt über Entwickler-Befehle vom Computer via ADB einspielt, ist von den neuen Wartezeiten und Einschränkungen komplett ausgenommen. Die neue Funktion wird derzeit in Wellen über einen Hintergrunddienst an die ersten Geräte verteilt.
Übrigens: Die erweiterten Einstellungen werden schrittweise eingeführt, sodass nicht alle Benutzer sie sofort sehen können. Im Rahmen dessen wird ein neuer Systemdienst namens Android Developer Verifier auf dem Gerät installiert. Nutzer können ihn aber manuell aus dem Play Store installieren, was ihnen möglicherweise hilft, die Funktion früher zu sehen.