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Mehr als 100 Tote bei Einsturz von Goldmine in Zentralafrika
Mindestens 100 Menschen sind am Dienstag bei einem Erdrutsch in einer Goldmine in der Zentralafrikanischen Republik ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen nach Überlebenden. Heute konnten sie jedoch nur weitere Leichen bergen.
Zwei Tage nach dem Einsturz einer Goldmine in der Zentralafrikanischen Republik schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Heute bargen Rettungskräfte mehr als zehn weitere Leichen. Ein Sprecher des örtlichen Roten Kreuzes sagte, es sei unklar, wie viele Menschen noch verschüttet sind.
Bei dem Unglück nahe der Grenze zu Kamerun kamen nach Angaben örtlicher Behörden und des Roten Kreuzes mehr als 100 Menschen ums Leben. Weitere Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet.
In der Mine in Zamboye waren am Dienstag mehrere Stollen eingestürzt und hatten einen Erdrutsch ausgelöst. Ein Bergarbeiter beklagte, für einen Rettungseinsatz dieser Größenordnung fehle es an Ausrüstung und Fachwissen. Er habe seinen Bruder und einen Freund bei dem Unglück verloren.
Bei denen, die das Gold in Minen unter Schwerstarbeit abbauen, kommt vom Rekord-Goldpreis wenig an.
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Unter den Opfern waren auch Menschen aus dem benachbarten Kamerun. Dessen Bergbauministerium schickte ein Team in die Grenzregion, das sich ein Bild von der Lage machen sollte. Die staatliche Zeitung Cameroon Tribune berichtete, mindestens vier Kameruner seien ums Leben gekommen.
Einstürze kleiner, handwerklich betriebener Minen kommen in der Zentralafrikanischen Republik häufig vor. Tausende Menschen arbeiten dort im Kleinbergbau, oft mit wenig Schutz. Die Schächte werden häufig von Hand gegraben und reichen mehrere Meter tief.
UN-Experten dokumentierten in einem Bericht aus dem Jahr 2025 zudem illegalen Bergbau in der Region um Zamboye, darunter die Beteiligung bewaffneter Gruppen und Abbaumethoden, die Gesundheits- und Umweltrisiken bergen.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 10.08.2026 | 17:00 Uhr