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NATO-Ostflanke: Auch deutsche Soldaten bauen Polens "Ostschild"
Mit Panzergräben und Betonigeln befestigt Polen seine Grenzen. Auch deutsche Soldaten helfen beim Bau des "Ostschilds". Das Projekt soll die Verteidigung an der NATO-Ostflanke stärken.
Der Nordosten Polens, militärisches Sperrgebiet, wenige Meter vor der Grenze zu Russland: Hinter dem Stacheldrahtzaun liegt schon die Exklave Kaliningrad - russisches Territorium.
Die gesamte polnisch-russische Grenze ist mehr als 230 Kilometer lang. Polen will sie auf dem Land absichern - mit dem Schutzwall "Tarcza Wschod", zu Deutsch "Ostschild".
Nach seiner Ankündigung im letzten Jahr ist Polen nun aus der Ottawa-Konvention ausgestiegen.
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Adrian Chodorowski ist Oberleutnant des polnischen Militärs und vor Ort im Einsatz. "Wir bauen hier Befestigungsanlagen. Der potenzielle Gegner blickt dann auf einen Panzergraben", sagt er. Dahinter komme die erste Reihe der Stahlbetonigel. Dann folge eine freie Fläche für Minen, erklärt der Oberleutnant. "Und danach gibt es noch eine zweite Reihe aus Panzerigeln."
Die Bauarbeiten werden abgeschirmt: kein Einblick für Zivilisten. Unter Aufsicht der Streitkräfte dürfen die Medien sich nur wenige Stunden umschauen.
Vor Ort packen seit Ende Juni auch deutsche Pioniere mit an. Inzwischen sind es 40 Soldatinnen und Soldaten. Polnische und deutsche Pioniere legen Abwehrgräben an, platzieren tonnenschwere Panzerigel. Man arbeite Hand in Hand, erzählt Leutnant Aimee - aus Sicherheitsgründen wird nur der Vorname genannt. Die größte Motivation sei die Zusammenarbeit zwischen den Polen und den deutschen Kräften, um einfach eine Kameradschaft zu schaffen.
Polen und Deutschland streben eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigung an. Das haben beide Länder mit einem Abkommen besiegelt. Der polnische und der deutsche Verteidigungsminister hatten es im Juni in Warschau unterzeichnet.
Darin geht es explizit auch darum, die Abschreckung an der NATO-Ostflanke auszubauen. Gemeinsam, als strategische Partner.
Die NATO will damit den Schutz ihrer Ostflanke stärken. Zudem sind Investitionen in Drohnen geplant.
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