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Take-Two leitet rechtliche Schritte zur Identifizierung des GTA-6-Leakers ein
Per Gerichtsbeschluss sollen Microsoft und Discord Account-Details der Gruppe CyberLeek offenlegen. Hinter den Vorab-Videos steckt wohl eine Krypto-Masche.
Die Jagd auf den GTA-6-Leaker hat begonnen. Berichten zufolge reichte Take-Two mehrere gerichtliche Vorladungen ein. Der Publisher will Microsoft und Discord dazu zwingen, sensible Daten herauszurücken. Dabei geht es um alles – von OneDrive-Daten über Xbox-Accounts bis hin zu Discord-Usern –, was die Identität der Verantwortlichen hinter den geleakten GTA-6-Gameplay-Videos aufdecken könnte.
„Das urheberrechtlich geschützte Material umfasst unter anderem audiovisuelle Inhalte, Artworks, Bilder, Dialoge oder andere kreative Elemente.“ Dies geht aus einer offiziellen Vorladung hervor, die am 20. August beim Southern District Court of New York einging, wie Kotaku berichtet.
Take-Two reichte über seine Anwälte zudem eine eidesstattliche Erklärung ein. Diese bestätigt den Zweck der DMCA-Vorladung: Der Publisher will lediglich die Identität der mutmaßlichen Täter ermitteln. Die erbeuteten Informationen sollen laut Take-Two ausschließlich dazu dienen, die eigenen Rechte zu schützen.
Microsoft und Discord bleiben offenbar nur etwa zwei Wochen Zeit. Bis zum 4. September sollen die Unternehmen alle Informationen rund um das Pseudonym „CyberLeek“ herausgeben. Diese Gruppierung brüstet sich öffentlich mit den Leaks zu GTA 6. Von Microsoft fordert Take-Two handfeste Daten, die „ausreichen, um die Nutzer eindeutig zu identifizieren“. Das schließt brisante Details wie Account-IDs, Registrierungs-E-Mails, IP-Adressen, Telefonnummern und verknüpfte Xbox- sowie Google-Konten ein.
Discord soll im selben Zug sämtliche Nutzerkonten offenlegen, „die auf den betroffenen Discord-Servern kommunizieren oder kommuniziert haben“. Namentlich nennt das Dokument in diesem Zusammenhang Server wie CyberLeek, CinematicRockstar, Surfer24K, Odyssey und DarkViperAU.
Die Leak-Welle geht mittlerweile in den dritten Tag. Ein siebtes Video ist bereits aufgetaucht. Im neuesten Clip heizt GTA-6-Protagonist Jason in einem Supercar durch Vice City. Gestern postete CyberLeek sogar Szenen, in denen Jason das Wort „leek“ mit Einschusslöchern in eine Wand ballert. Solche Aktionen deuten stark darauf hin, dass die Leaker eine spielbare Version von GTA 6 in die Finger bekommen haben.
CyberLeek inszeniert sich zwar als Robin Hood der Community und schiebt „Gamer-Rechte“ vor, hinter den Kulissen zieht die Gruppe aber offenbar eine dubiose Krypto-Masche ab. Alles dreht sich um einen eigenen Meme-Coin namens $CYBERLEEK. Die Leaker fordern ihre Follower auf, diesen Coin zu kaufen und den Kurs in die Höhe zu treiben, um so neue Leaks per Abstimmung freizuschalten. Angeblich fließt die Kohle in „ein geheimes Projekt“. Wie Polygon jedoch berichtet, häufen sich die Hinweise, dass sich die Drahtzieher hier einfach nur skrupellos die eigenen Taschen vollmachen.