// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Wadephul verspricht der Ukraine weitere humanitäre Hilfe
Bei seinem Besuch in der Hauptstadt Kiew hat Bundesaußenminister Wadephul der Ukraine weitere 50 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zugesagt. Die anhaltenden russischen Angriffe auf das Land nannte er einen "wahllosen Mord an Zivilisten".
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine bei seinem Besuch in der Hauptstadt Kiew weitere 50 Millionen Euro für humanitäre Zwecke zugesagt.
Vor dem Hintergrund anhaltender russischer Angriffe auf das Land warf Wadephul Russland "wahllosen Mord an Zivilisten" vor. Die Sommermonate Juli und August seien für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. "Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab", sagte er.
Moskaus Ziel sei es, die Lebensgrundlagen zu zerstören. Russland tue "alles, um abermals den Winter als Waffe einzusetzen", sagte Wadephul bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha.
Bei einem russischen Drohnenangriff in Krywyj Rih wurden nach aktuellen Angaben 16 Menschen getötet.
mehr
Deutschland werde die Ukraine deshalb bei der Vorbereitung auf den kommenden Winter unterstützen. Die zusätzlichen 50 Millionen Euro an deutschen Hilfsmitteln gehen laut Wadephul an UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, die besonders Menschen in den Frontgebieten unterstützen. Das Geld solle etwa dafür verwendet werden, Wohnungen instandzusetzen sowie mobile Sanitäranlagen und Heizgeräte bereitzustellen.
Weitere zehn Millionen Euro zahlt Deutschland demnach in einen NATO-Fonds ein, mit dem unter anderem Energieversorgung, Sanitätsmaterial und Anlagen zur Drohnenabwehr finanziert würden.
Laut Katastrophenschutz wurden mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt.
mehr
Besonders dringlich sei weiterhin die Flugverteidigung. Angesichts der russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern werde deutlich: "Es ist nicht genug", sagte Wadephul. Er führe Gespräche mit europäischen und außereuropäischen Partnern über zusätzliche Systeme. "Das ist noch lange keine Zusage, aber ich bin zuversichtlich, dass wir etwas erreichen können."
Frankreichs Präsident Macron kündigte derweil an, sein Land werde weitere Abfangraketen für die Flugverteidigung liefern. Es sei "entscheidend, der Ukraine alle notwendigen Mittel zu geben, um ihren Luftraum zu verteidigen und diese Aggression abzuwehren", erklärte er nach einem Telefonat mit Selenskyj. Der französische Präsident rief auch andere Staaten zu weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine auf.