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Vision Pro und Siri: Apple streicht 200 Stellen und kürzt bei immersiven Videos
Apple streicht bei der Entwicklung von Siri und der Vision Pro rund 200 Stellen. Zwei Teams bei der Vision Pro sollen dadurch besonders beeinträchtigt werden. Insgesamt strukturiert der Konzern damit mehrere Teams um und will Ressourcen verschieben. Die Entwicklung der Vision Pro und von visionOS soll aber weitergehen.
Der Konzern bestätigte den Stellenabbau gegenüber Bloomberg. Demnach dient der Schritt dazu, Platz für neue Stellen im Unternehmen zu schaffen. Genaue Hintergründe liefert Apple jedoch nicht, auch nicht, welche Stellen gestrichen und welche dafür geschaffen werden.
While we will create new roles as part of this change, it will also impact a limited number of existing roles. We are grateful to these team members for their contributions, and we are committed to supporting them throughout their transition, including opportunities to apply for other roles at Apple
Mark Gurman von Bloomberg will erfahren haben, dass die Abgänge mehrere Teams treffen. Bestehende Teams zur Entwicklung der alten Siri und weiterer Software sollen etwa um 100 Personen schrumpfen. Zur WWDC im Juni 2026, hatte Apple eine neue Siri mit weitreichenden KI-Funktionen vorgestellt, die die bisherige Siri ab September auf allen Endgeräten, die Apple Intelligence unterstützen, ersetzen soll.
Der Start erfolgt indes mit Einschränkungen: In der Europäischen Union ist der KI-Assistent aufgrund eines Streits mit der EU-Kommission vorerst nur auf dem Mac verfügbar und dann wie im Rest der Welt nur für Nutzer, die ihren Mac in der Sprache US-Englisch nutzen. Wer über einen Mac verfügt, kann die neue Siri schon jetzt mit der öffentlichen Beta von macOS 27 ausprobieren.
Die frei werdenden Ressourcen sollen in die KI-Siri fließen. Entwickler der alten Siri müssen demnach gehen.
Härter trifft es das Personal hinter der Vision Pro: Die hauseigene XR-Brille verkauft sich für 3.999 Euro weiter schleppend und nun müssen nach Angaben von Bloomberg auch hier rund 100 Personen den Konzern verlassen. Dadurch sollen ein Team, das an Videospielen für die Vision Pro arbeitete, „größtenteils“ eingestellt und die Produktion eigener immersiver 3D‑Videos heruntergefahren werden. Die Einschränkungen dürften als Folge dessen die zukünftige Entwicklung neuer Inhalte beeinflussen, nicht jedoch die aktuelle Auswahl. Wie Gurman betont, plant Apple, Drittanbieter zu motivieren, mehr immersive Inhalte für die Vision Pro bereitzustellen, um den Wegfall eigener Kapazitäten zu kompensieren.
Gurman zufolge versichert der Konzern gegenüber Mitarbeitern, dass die Vision Pro und das dazugehörige Betriebssystem visionOS weiterhin Bestand haben sollen. Gerüchten zufolge soll ein Nachfolger für die Vision Pro in Planung sein und die Entwicklung von leichteren KI‑Brillen soll auf Hochtouren laufen.