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VW in der Krise: Konzern lädt zu Betriebsversammlungen
Der kriselnde VW-Konzern aus Wolfsburg steht vor richtungsweisenden Zeiten. Bis Ende August stehen bundesweit neun Betriebsversammlungen an. Dort soll sich der Vorstand zu den Sparplänen äußern.
VW-Konzernchef Oliver Blume forderte die Beschäftigten vorab auf, in der aktuellen Krise zusammenzuhalten. "Auf die nächsten Wochen kommt es an", sagte Blume der "Bild am Sonntag". Man habe den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt. Nun müssten alle mitziehen. Es gebe enormen Spardruck, betonte der VW-Chef. Die weltweite Autoindustrie stecke in einer Mega-Krise und VW sei mittendrin. Die kommenden Jahre würden zeigen, wer im Wettbewerb bestehen könne, betonte Blume.
Erst am Freitag hatte der VW-Konzernchef die Belegschaft auf einen harten Umbau eingeschworen. Die Lage sei "mehr als kritisch", sagte er in einem Interview im VW-Intranet. Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, den Sparkurs bei VW deutlich zu verschärfen. Seitdem wird bei dem Konzern um vier Werke, darunter Emden und Hannover, und bis zu 50.000 zusätzliche Stellen gebangt. Im Juli hatte Blume seine Sparpläne im Aufsichtsrat vorgestellt; eine Entscheidung wurde aber nicht getroffen. Der Betriebsrat um die Vorsitzende Daniela Cavallo forderte die Konzernspitze danach auf, gegenüber der Belegschaft "Rede und Antwort" zu stehen.
NDR Niedersachsen hat die wichtigsten Fragen und Antworten nach der Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen zusammengefasst.
ndr
Nach den Werksferien ist nun im September bei VW die nächste Aufsichtsratssitzung geplant. Zuvor sind bei dem Konzern bis Ende August bundesweit neun Betriebsversammlungen angesetzt, bei denen der Vorstand sich vor der Belegschaft zu den Sparplänen äußern soll. Den Auftakt machen am Dienstag Wolfsburg und Braunschweig. In Niedersachsen sind noch außerordentliche Versammlungen in Emden (26. August), Salzgitter (28. August) sowie Hannover (31. August) angesetzt. Bereits an diesem Montag besucht Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrats-Mitglied Olaf Lies (SPD) das von der Schließung bedrohte Werk in Hannover. Dort wolle er sich einen Eindruck von der Stimmung verschaffen, hieß es vorab. Lies soll dort auf die Chefin des VW-Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, treffen.
Viele Befragte sehen darin eine mögliche Lösung, um die drohende Schließung einzelner Standorte zu verhindern. Groß sind die Sorgen um Arbeitsplätze und die deutsche Wirtschaft.
ndr
Die Zukunft des Volkswagen-Werks Osnabrück ist offen. Das Land prüft nun, ob es bei einer Nachfolgelösung mit einsteigt.
ndr
Der Ministerpräsident sprach anschließend von einer "klaren Haltung" zu Standorten und Beschäftigten.
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24.07.2026
Man wolle auf intelligentere Lösungen setzen, so der Vorstandsvorsitzende bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen.
ndr