// EUROGAMER.DE — GAMING
WiiM Streamer Ultra und WiiM Amp Ultra im Test - Kleine Kästen, Riesensound und eine perfekte App
Ob als reiner Zuspieler mit Touchdisplay oder als kompakter 100-Watt-Verstärker: Warum die beiden 400-Euro-Klangwunder echte Pflichtkäufe für Audio-Fans sind.
Egal, wen ich fragte, ob es Händler, Experte, Freund oder die KI war. Wenn ich wissen wollte, was ich mir als reinen Streamer holen soll, dann war die Antwort und sogar die Reihenfolge eindeutig.
Platz 1: WiiM.
Platz 2: Wenn zu viel Geld im Haus ist, dann welches Gerät auch immer Bluesound unterstützt.
Platz 3: Cambridge, was mit Edge im Namen, wenn richtig viel Geld da ist.
Mein eigener Streamer, ein kleiner Argon Audio, taucht in der Liste nicht auf, und das aus gutem Grund. Wenn das Ding mal läuft, dann ist das geborgte Zeit, denn der nächste Schluckauf ist oft nur zwei oder drei Songs entfernt. Und der D/A-Wandler? Vorhanden. Je weniger sonst dazu gesagt wird, desto besser. Also ja, dass ich jetzt hier gleich zwei Geräte von WiiM zum Test stehen habe, kommt mir da sehr gelegen. Mal gucken, ob der herausragende Ruf der Marke gerechtfertigt ist.
Ich habe hier zwei Geräte stehen, einmal den WiiM Streamer Ultra und, weil es ein glückliches Missverständnis gab, auch den WiiM Ultra Amp. Ich fange einfach mal mit dem Streamer an, ich denke, er ist das geläufigere Gerät im Hifi-Bereich, wo in der Regel Boxen und Verstärker vorhanden sind und es nun an den digitalen Teil geht.
Der WiiM Streamer Ultra ist eine für ein Gerät dieser Art nicht gerade kleine Box. Mit 20 x 20 x 7 Zentimetern verschwindet er nicht komplett, aber das ist auch so gedacht. Schließlich soll man das 3,5-Zoll-Touchdisplay ja auch sehen können. Ansonsten gibt es an der schwarzen Front noch ein Steuerrad zum Drehen und Drücken und einen dezent im Schwarz der Front versteckten 3,5-mm-Kopfhöreranschluss.
Die Rückseite ist natürlich deutlich dichter bestückt. Hier habt ihr… Ich mache das mal als Tabelle, das Ding ist komplett bestückt:
Für die kleine Kiste ist das mal Vollbestückung und mit dem Phono-In habe ich nun gar nicht gerechnet. Ich bin mal gespannt. Aber dazu später mehr, erst mal noch den Rest der Kiste, die ein extrem wertiges Gefühl vermittelt. Das gebürstete Aluminium löst sofort Apple-Assoziationen aus, und zwar auf die beste Art. Alles wirkt wie aus einem Guss, an keiner Ecke schiebt sich Plastik vor, das Logo ist eingraviert. Das ist ein Gerät, das man sich mit Stolz ins Wohnzimmer stellen kann.
Wenn ihr den WiiM Streamer das erste Mal anschaltet, werdet ihr wie ich vielleicht auch ein leichtes Gefühl des Unbehagens haben und euch fragen, ob ihr hier auch – ich glaube Denon war das damals – mit dem Drehrad das WLAN-Passwort eingeben müsst, aber keine Sorge. Anschalten, App runterladen, QR-Code auf dem Display des Gerätes scannen, und das war es praktisch auch schon. WLAN wird sofort eingerichtet, das aktuelle Update gezogen, nach fünf Minuten war ich dabei. Einfacher und eleganter geht es immer, aber man muss sich anstrengen, um das beim WiiM Ultra Streamer zu schaffen.
Die Fernbedienung ist schlichter Minimalismus aus schwarzem Plastik. Ihr habt den Powerschalter, ein Steuerkreuz für Navigation und Lautstärke, einen Quellenwechsel und einen Mute. Darunter liegen dann noch mal vier Buttons, auf die sich Favoriten legen lassen, wenn ihr zum Beispiel schnell einen Musikdienst ansteuern wollt. Solides Druckverhalten, gut spürbarer Druckpunkt und nicht viel an der Haptik auszusetzen. Eine Besonderheit ist allerdings das eingebaute Mikrofon, das ihr für Dinge wie die Alexa-Sprachsteuerung nutzen könnt. Nicht meins, aber wer es will, es ist da. Strom gibt es über zwei AAA-Batterien und die halten sicher auch ein Weilchen. Auch muss die Fernbedienung gekoppelt werden, da sie per BT ihr Signal verschickt. Sehr praktisch, wenn der Streamer nicht in Sichtweite steht, sehr unpraktisch für den spürbar höheren Batterieverbrauch.