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Stuttgart 21 - »Schwäbische Backrooms« - Stuttgart 21 ist schon so lange im Bau, dass es jetzt ein Horrorspiel auf Steam dazu gibt
Das Spiel zu Stuttgart 21 wird hoffentlich noch vor dem Bahnhof fertig.
Offiziell gebaut wird Stuttgart 21 seit 2010. Das Großprojekt Hauptbahnhof in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs sollte ursprünglich mal 2019 fertiggestellt sein, aber wie wir alle wissen, wurde dieses Ziel um Längen verfehlt. Mittlerweile plant man mit einer teilweisen Inbetriebnahme frühestens in 2030.
Während der Bau seit 16 Jahren mal mehr, mal weniger vorangeht, wird der Personenverkehr nach wie vor über den oberirdischen Kopfbahnhof abgewickelt. Und um da anzukommen, müssen Fahrgäste sich in einem wahren Umleitungs-Labyrinth zurechtfinden, das in manchen Ecken ein wenig an die Backrooms erinnert - auch weil die Laufwege für einen Bahnhof viel zu lang sind.
Da wäre es doch gelacht, wenn man aus diesem Graus im echten Leben nicht auch ein virtuelles Erlebnis basteln könnte. Das war wohl die Idee hinter dem Videospiel S21. Aktuell könnt ihr eine kostenlose Demo auf Steam spielen oder ihr lest meine keine Preview.
Miffy war noch nie in Stuttgart, aber der Bahnhof macht in seinem aktuellen Zustand auch nicht unbedingt die beste Werbung dafür, mit dem Zug anzureisen. Für ein ähnliches Erlebnis kann man auch den PC anwerfen und hat dann wenigstens etwas zum Lachen.
Das Satire-Projekt ist eine Laufsimulation, in der ich einen Reisenden spiele, der mit dem Zug von Stuttgart nach Ulm fahren will. Abfahrt ist um 13:37 und ich bin 20 Minuten vorher an der Überführung zum Hauptbahnhof angekommen. Das sollte ja eigentlich dicke reichen.
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»Die Fertigstellung des Bahnhofs verzögert sich« - Stuttgart 21 ist jetzt ein Horrorspiel auf Steam
Langsam aber sicher bahne ich mir den Weg durch den unheimlichen Tunnel. Die Beleuchtung ist spärlich, ein paar vereinzelte Plakate hängen an den Wellblechwänden und hin und wieder gibt mir eine freundliche Durchsage das Gefühl, doch nicht ganz allein zu sein.
Spätestens nach ein paar Minuten wird mir aber mulmig. Der Gang scheint sich immer zu wiederholen und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich etwas sehe, das mir vorher noch nicht untergekommen ist. Hier steht mal eine Bank, dort ein Mülleimer. Es ist also wohl doch keine Endlosschleife.
Auf dem Boden wird mir in halbwegs regelmäßigen Abständen suggeriert, dass ich meinem Ziel immer näher komme: »Ca. 360 m zum Bahnhofsvorplatz«, »Ca. 180 m zum Bahnhofsvorplatz« und so weiter. Doch dann schaue ich in meine Bahn-App und muss feststellen, dass mein Zug in einer Minute abfährt. Ich nehme die Beine in die Hand, springe über Absperrzäune und schlängle mich durch Baustellen-Pylonen. Ein Ende des Tunnels ist aber nicht in Sicht.