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Leak vor Gamescom-Show: Afterworld ist offenbar das neue Strategie-Epos von Paradox
Paradox' neues Strategiespiel sollte wohl erst heute Abend der Weltöffentlichkeit präsentiert werden.
Bei PC Gamer ist man der Gamescom offenbar ein paar Stunden voraus. Der Artikel berichtet über das neue Paradox-Spiel Afterworld und schreibt, es sei „gerade während der Opening Night Live enthüllt“ worden. Das Problem: Die Opening Night Live hat zum Zeitpunkt dieser Meldung noch gar nicht stattgefunden. Geoff Keighleys Eröffnungsshow startet heute, am 25. August, erst um 20 Uhr deutscher Zeit.
Paradox Interactive ist berühmt für komplexe Globalstrategiespiele wie Europa Universalis oder Stellaris. Statt auf schnelle Action setzt das schwedische Studio traditionell auf tiefe politische, wirtschaftliche und diplomatische Systeme, meist in einem historischen Kontext. Umso gespannter sind wir auf Afterworld.
Es liegt daher nahe, dass PC Gamer einen vorbereiteten Artikel versehentlich zu früh veröffentlicht hat. Darin finden sich bereits zahlreiche Details zu Afterworld, das Paradox offenbar im Laufe des Abends offiziell vorstellen wollte. Ganz geheim war das Projekt allerdings ohnehin nicht mehr: Bereits gestern tauchte der Name Afterworld versehentlich in den Filtern des offiziellen Paradox-Forums auf. Auch ein bislang nicht öffentlich angekündigter Discord-Server verriet erste Informationen zum Spiel.
Afterworld verlegt die bekannte Grand-Strategy-Formel in ein postapokalyptisches Nordamerika. Statt ein bereits bestehendes Königreich, eine Nation oder ein galaktisches Imperium zu übernehmen, beginnt ihr mit einer kleinen Gruppe Überlebender und müsst zunächst dafür sorgen, dass sie überhaupt am Leben bleibt.
Zunächst geht es ums nackte Überleben. Eure Gemeinschaft benötigt Nahrung und Wasser, erkundet die Überreste der alten Welt und muss sich gegen deren Gefahren behaupten. Später könnt ihr daraus eine neue Zivilisation aufbauen, Gesetze erlassen, Religionen gründen und Technologien aus der Zeit vor der Katastrophe wiederentdecken.
Wie in Stellaris entscheidet ihr euch zu Beginn für die Herkunft eures Stammes. Eine Variante erinnert ziemlich unmissverständlich an Fallout: Eure Gruppe verlässt einen geschützten Bunker und wagt sich erstmals ins Ödland. Ihr seid allerdings nicht dazu gezwungen, sesshaft zu werden. Auch nomadische Gemeinschaften oder ein Leben als Plünderer sollen möglich sein.
Interessant klingt vor allem das Forschungssystem. Afterworld setzt nicht einfach auf einen vollständig sichtbaren Technologiebaum, den ihr Punkt für Punkt abarbeitet. Neue Ideen entstehen durch Erfahrungen und Entdeckungen in der Spielwelt. Findet euer Stamm einen Fluss, kann daraus beispielsweise das Wissen über Bewässerung entstehen. Begegnet ihr einer Gesellschaft mit organisierter Religion, lernt eure eigene Gemeinschaft das entsprechende Konzept kennen.
Dadurch dürfte die Erkundung eine größere Rolle spielen als in vielen anderen Paradox-Spielen. Zwar bleibt die Geografie Nordamerikas grundsätzlich erhalten, Stämme, Ressourcen und Gefahren werden laut PC Gamer jedoch teilweise prozedural verteilt und können sich von Partie zu Partie unterscheiden.
Eine weitere Besonderheit sind die sogenannten Ancients. Dabei handelt es sich um unsterbliche Anführer, die bereits vor dem Zusammenbruch der alten Zivilisation lebten und mit vergessener Technologie um die Kontrolle über die neue Welt kämpfen.