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Mehr als ein Drittel aller Texte neuerer Webseiten könnte von KI geschrieben sein
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Das Pew Research Center hat fast eine halbe Million englischsprachiger Webseiten mit dem KI-Detektor OpenPangram untersucht und festgestellt, dass unter den seit der Einführung von ChatGPT hinzugekommenen Seiten mehr als jede Dritte von KI geschrieben oder mindestens stark bearbeitet worden ist.
Betrachtet man alle Webseiten, liegt der Anteil noch bei rund 10 Prozent, was daran liegt, dass sie in der Mehrzahl aus einer Zeit stammen, zu der noch kein LLM verfügbar war. Seit der Einführung von ChatGPT Ende 2022 steigt der Anteil KI-gTexte auf Webseiten jedoch steil und stetig an.
Weiter zeigte sich, dass kommerzielle Webseiten aus der .com-Domäne rund zehnmal stärker betroffen sind als Webseiten aus Domänen wie .edu oder .gov, also von Bildungseinrichtungen oder Behörden, .org-Domänen liegen im Mittelfeld.
Die Studie brachte eine Reihe sprachlicher Merkmale zutage, deren Häufigkeit sich mit Aufkommen der LLMs vervielfacht hat. Dazu gehören Gedankenstriche (em dashes, beinahe Verdopplung zwischen 2022 und 2026 von 6 auf knapp 12 Prozent). Auffällig ist auch das sogenannte Oxford Komma, das Komma vor dem letzten “and” in einer Aufzählung, das im Deutschen unzulässig wäre – es stieg von knapp über 30 auf knapp unter 60 Prozent. Bestimmte KI-Typische Modeworte wie “delve”, “interplay”, “testament”, “pivotal”, “landscape”, “tapestry”, “bolstered”, “crucial”, “meticulous” oder “vibrant” haben sich in ihrer Häufigkeit mehr als verdoppelt. Floskeln nach dem Schema “it’s not just X, it’s Y” haben sich mindestens verdreifacht (laut einer anderen Studie in PR-Texten sogar vervierfacht).
Ein grundsätzlicher Mangel aller solcher Studien ist allerdings, dass sie den Grad der KI-Mitwirkung nicht bestimmen können – die Texte können vollständig KI-generiert oder nur passagenweise mithilfe von KI überarbeitet worden sein.
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