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Elden Ring: Tarnished Edition im Test für Switch 2 – Ein Meisterwerk für unterwegs
From Softwares RPG-Epos inklusive Shadow of the Erdtree meistert den Sprung auf die neue Nintendo-Konsole mit stabilen 30 FPS und grandioser Weitsicht.
Bin ich immer noch überzeugt, dass From Software, die Macher von Elden Ring, dem vielleicht besten Spiels aller Zeiten – sorry, GTA 5, 6 und 7 –, solche Spiele nur produzieren, um mehr Armored Core zu finanzieren und eines Tages einen echten Mech zu bauen? Ja, doch, ein wenig schon, aber seltsame Multiplayer-Experimente wie Nightreign oder das kommende Duskbloods haben das etwas erschüttert. Trotzdem, mehr Elden Ring ist der Schlüssel zu so viel mehr Geld und damit mehr Armored Core. Warum also kein Elden Ring 2? Diese Frage stellte ich mir in den letzten Tagen immer wieder, als ich Elden Ring in der Tarnished Edition für Switch 2 viel zu lange spielte.
Ich wollte, gerade im Angesicht des heraufziehenden Gamescom-Stresses, eigentlich nur ein paar Stunden reinspielen, die Technik absegnen oder auch nicht und dann schnell den Test schreiben. Nun, das muss ich immer noch tun und zwar noch schneller, denn aus den paar Stunden wurden schnell mal wieder 30 oder so. Was wohl auch direkt etwas über die Qualität der Switch-2-Umsetzung von Elden Ring aussagt.
Für den Test startete ich komplett neu, da es nach wie vor kein Cross-Save gibt, eine der ganz wenigen Verfehlungen dieses absoluten Meisterwerks. Das und dass es keinen Button gibt, der alle meine Erinnerungen an Elden Ring löscht, damit ich seine Genialität einmal mehr frisch erfahren kann. Obwohl, partiell war das auch ohne Button der Fall, denn das, was ich hier spiele, habe ich das letzte Mal 2020 erlebt, praktisch in einem anderen Leben. Und seitdem habe ich eine Menge in Elden Ring – und wahrscheinlich auch sonst – vergessen.
Es ist einfach nicht das Gleiche, im nächsten New Game Plus durchzurennen. Manche Dinge macht man nur ein Mal und braucht sie danach nicht mehr. Mit Level 20 zu realisieren, dass man vielleicht mal einen Bogen bräuchte. Wo auch immer man den findet. Wo gab es noch mal ein gutes Schwert? Wie levelte man noch mal Summons auf? Wo gab es überhaupt gute, wenn man noch nicht den Mimic erreichen kann? War Godrick schon immer so heftig? Welcher Build könnte mit Level 28 bei ihm ziehen? Wo waren überhaupt die guten Grinding-Spots am Anfang?
An andere Sachen erinnerte ich mich ausgezeichnet. Öfters leider, weil ich ja eigentlich noch einmal mit offenem Mund dasitzen möchte, wenn man das erste Mal in die Unterwelt fährt und dort ein eigenes Universum findet. Das erste Mal die Landschaften Liurnias bewundern, über einen Drachen zu stolpern, über die halbe Welt teleportiert zu werden. Das Gefühl von konstanter Panik und Wunder, das gibt es am Ende doch nur ein einziges Mal in seiner Gänze.
Aber das, was davon nach 7 NG+-Durchgängen übrig ist, plus der Reiz, die Anfänge der Heldenwerdung noch mal zu erleben, das ist immer noch mehr als so manches Franchise im Laufe seiner ganzen Existenz zu bieten hat.
Ja, ich hatte diese 30 Stunden wahnsinnig viel Spaß und werde den weiter haben, denn die technische Umsetzung ist kein tröstliches „naja, es ist halt Switch, was soll es schon sein“, sondern wirklich gut geworden. Sicher, es ist ein fünf Jahre altes Game und Cyberpunk 2077 läuft auch ordentlich auf der Switch 2, aber trotzdem bleibt immer die Frage, ob der Entwickler sich Mühe gibt. Ja, tat er, From Software liefert hier eine Version ab, für die sich kein Switch-2-Spieler schämen muss.
Es gibt natürlich Kompromisse. Die Framerate entspricht der des Steam Decks bei Elden Ring, 30 FPS, im Vergleich zu den 60, die es auf den großen Plattformen hat. Das war zu erwarten, aber da das Spiel in den meisten Fällen keine Twitch-Shooter-Reflexe benötigt und die Game-Physik und -Mechanik darauf ausgelegt sind, hat es mich jetzt nicht zu sehr gestört. Wenn ihr zu der „60 oder nichts“-Fraktion gehört, dann ist die Switch 2 bei solchen Games eh nicht eure Konsole und ihr müsst auf dem großen Screen bleiben oder zu teureren Alt