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Nach Betriebsversammlungen: Lauter offene Fragen bei VW
In mehreren Betriebsversammlungen hat Volkswagen-Chef Blume die Mitarbeiter auf harte Einschnitte eingestimmt. Doch viele Fragen blieben offen. Eine Lösung zeichnet sich nach NDR-Informationen für das Werk Osnabrück ab.
Bei Volkswagen geht eine denkwürdige Woche zu Ende. In acht Betriebsversammlungen haben Konzernchef Oliver Blume und weitere Vorstandsmitglieder versucht, den Beschäftigten von Angesicht zu Angesicht zu erklären, wie es gerade um VW bestellt ist. Wörter, die dabei besonders häufig fielen: Kosten. Sparen. Anpassungsbedarf.
Nach Blumes Einschätzung ist das VW-System, das vielfach als überkomplex beschrieben wird, zu teuer. Weitgehend unbestritten ist, dass das Problem viele Jahre von den Milliarden überdeckt wurde, die VW in China verdiente. Jetzt ist die Situation eine andere: Etwa fünf Milliarden Euro pro Jahr fließen weniger an den Wolfsburger Konzern aus China, wo heimische Wettbewerber Volkswagen das Geschäft ruinieren. Dazu kommen weitere fünf Milliarden Euro Kosten wegen der US-Zölle - und plötzlich ist der Handlungsdruck hierzulande groß. Sehr groß.
In China lässt sich bereits beobachten, wie sich das Unternehmen verändern könnte.
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Vielen Beschäftigten ist das durchaus klar. Und so schildern Teilnehmende der Betriebsversammlungen - Journalistinnen und Journalisten waren nicht zugelassen -, dass Blume, etwa in Wolfsburg, seine Pläne tatsächlich einigermaßen in Ruhe erklären konnte. Zwar gab es am Anfang offenbar einige Buhrufe und Pfiffe, danach wurde aber, so schildern es Teilnehmende, erst mal zugehört.
Grundsätzlich gilt Oliver Blume als durchaus beliebter Konzernchef. Er ist geborener Braunschweiger, mit einer Kindheit in der VW-Region und einem Berufsleben im VW-Konzern. Der Topmanager gilt als unprätentiös und nahbar, Spitzname: der Olli.
FAQ
25.08.2026
Welche Sparpläne stehen zur Debatte und warum kämpft VW mit so massiven wirtschaftlichen Problemen?
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Nach dieser Woche muss man allerdings sagen: Das Bild "vom Olli" hat Kratzer bekommen. "Beschädigt" sei das Verhältnis zu ihm, sagte Daniela Cavallo, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats. "Nicht irreparabel, aber beschädigt." Sie wirft ihm vor allem vor, viel zu spät das direkte Gespräch mit der Belegschaft gesucht zu haben und viel zu vage zu bleiben bei den Perspektiven für die Zukunft.
In sechs bis zwölf Monaten gebe es für jedes Werk "eine Perspektive", so das Versprechen von Oliver Blume in dieser Woche. In der Vergangenheit hatte er häufig davon gesprochen, dass es "intelligentere Lösungen" als Werksschließungen gebe. Nur: welche eigentlich? Auf die Frage gab er auch in dieser Woche keine Antwort. Nicht in Wolfsburg am Montag und auch nicht in Emden oder Zwickau am Mittwoch.