// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
Shokz OpenFit Air 2 im Test: Wieder gut und günstig?
von André Westphal
30. Aug. 2026 |
0
Shokz hat Anfang der Woche seine neuen Open-Ear-Kopfhörer OpenFit Air 2 vorgestellt. Freilich handelt es sich hier um die direkten Nachfolger der 2024 erschienenen OpenFit Air der 1. Generation. Das neue Modell soll vor allem mit seinem leichten Design punkten. So wiegen die beiden Earbuds jeweils nur 7,2 g. Folgerichtig bewirbt Shokz diese Ohrhörer als leichteste der Open-Ears überhaupt mit Ohrbügel. Aber wie schlagen sich diese Kopfhörer sonst so? Das habe ich für euch im Test geprüft.
Laut Shokz konnte man die 1. Generation dieses Modells über 2 Mio. Mal verkaufen. Das ist für ein Open-Ear-Einstiegsmodell sicherlich beachtlich. Die OpenFit Air 2 sollen natürlich nach dem Willen des Unternehmens daran anknüpfen. Auch das Ladecase ist dabei etwas schlanker geworden. Man setzt ansonsten auf Ohrbügel mit einem Kern aus einer 0,75 mm Nickel-Titan-Legierung (Ni-Ti). Gegenüber dem Vorgängermodell will man zudem dank optimierter Bassphere-Treiber stärker im Tiefton-Bereich punkten. Aber schaut am besten einmal in die Vergleichstabelle für einen differenzierteren Eindruck.
Ihr könnt also schon einige technische Sprünge erkennen: Die Shokz OpenFit Air 2 setzen etwa auf Bluetooth 6.1 statt nur 5.2, sind etwas besser vor Staub und Wasser geschützt, lassen sich schneller aufladen, kommen auf eine höhere Betriebsdauer und nutzen abweichende Audiotreiber. Zudem hat Shokz die berührungsempfindlichen Tasten gegen echte, haptische Buttons getauscht. Das sollte zu weniger Fehleingaben führen. Dafür ist jedoch auch der Preis gestiegen: von 109 auf 139 Euro.
Die neuen Shokz OpenFit Air 2 unterscheiden sich optisch recht deutlich vom Vorgängermodell. Letzteres hat chromfarbene Akzente in Hochglanz-Optik an den Buds eingesetzt, während das Nachfolgemodell stattdessen matte Oberflächen, teilweise in Silbergrau, verwendet. Auch fühlen sich die Wings haptisch komplett anders an.
So sind die Earwings der Shokz OpenFit Air 2 etwas steifer als beim Vorgängermodell bzw. sie weisen mehr Spannung auf. Parallel sind sie deutlich dünner und leichter geworden. Die neuen, haptischen Buttons sitzen dabei an der Oberseite der Kopfhörereinheit. Einfacher, doppelter oder dreifacher Tastendruck löst dabei verschiedene Aktionen aus. In der App könnt ihr auch Anpassungen vornehmen – und natürlich aus verschiedenen Equalizer-Profilen wählen.
Die Shokz OpenFit Air 2 verwenden für den Klang zwei 11,8-mm-Treiber und setzen auf neue Techniken wie OpenBass 2.0, um den Vorgänger im Tieftonbereich klar zu überbieten. DirectPitch hingegen übernimmt man nahtlos aus der vorherigen Generation, um dafür zu sorgen, dass Schall nicht an die Umgebung abstrahlt. Die Open-Ears unterstützen auch Android Fast Pair, Microsoft Swift Pair sowie Multipoint. Somit könnt ihr etwa ein Smartphone und ein Notebook parallel verbunden halten, um schnell zwischen den Audioquellen zu wechseln.
Als Akkulaufzeit Der OpenFit Air 2 nennt Shokz bis zu 8 Stunden – dem Vorgängermodell ging nach 6 Stunden die Puste aus. Nach meinem Eindruck kommt das im Alltag gut hin, allerdings kam ich sogar eher etwas länger mit einer Ladung hin. Hängt aber natürlich davon ab, mit welchen Lautstärken ihr unterwegs seid. Zumal zunehmendes Altern die Laufzeiten etwas verkürzen wird.
ANC beherrschen die OpenFit Air 2 im Gegensatz zu Shokz Open-Ear-Flaggschiff OpenFit Pro zwar nicht, bringen aber elektronische Rauschunterdrückung für Anrufe mit. In Sachen Bluetooth-Codecs beschränkt man sich im Übrigen auf SBC und AAC. Ihr könnt die Kopfhörer in den Farben Schwarz, Weiß sowie Ice Blue erstehen. Für meinen Test habe ich die schwarze Version ausprobiert.
Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Die Shokz OpenFit Air 2 sind sauber verarbeitet und wirken im Design nicht weniger wertig als die anderen Modelle der Reihe. Dass der Hersteller aber kein Ladekabel mehr beilegt, ist schon etwas schade.