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heise+ | DxO PhotoLab 10: Raw-Entwickler mit KI-Masken und Staubretusche
DxO PhotoLab 10 generiert Masken mithilfe von KI, retuschiert Sensorstaub und korrigiert die Farbgebung über Farbräder. Der Test zeigt, ob das Upgrade lohnt.
Colorgrading funktioniert in DxO PhotoLab 10 wie in der Videobearbeitung über ein Farbrad. Farbton und Sättigung lassen sich für Schatten, Mitteltöne und Lichter separat einstellen.
Der Raw-Entwickler PhotoLab vom französischen Hersteller DxO Labs bringt eine Fülle Werkzeuge für Belichtung, Farbe, Details, Geometrie, Effekte und lokale Anpassungen mit. Die Symbolleiste ergänzt Werkzeuge zum Beschneiden, Geraderichten, Retuschieren. Zwei Algorithmen bearbeiten Fotos ganzheitlich: DxO Smart Lighting erzeugt harmonische Lichtstimmung; DxO ClearView Plus verstärkt Farben und Kontrast. Das Programm arbeitet im Farbraum „DxO Wide Gamut“, der größer als AdobeRGB ausfällt und Grüntöne besser abbildet. Alle Änderungen legt PhotoLab nicht destruktiv in Form von DOP-Daten ab.
Das ReTouch-Werkzeug erkennt und retuschiert selbstständig Staubflecken, die ein verdreckter Sensor hinterlassen hat. Das erspart eine Menge Handarbeit.
Nach Aufruf eines Fotoordners liest die Software die EXIF-Daten der Raw-Dateien aus und lädt aus der DxO-Cloud passende Korrekturprofile für die verwendeten Kamera-Objektiv-Kombinationen. Damit korrigiert sie schon beim Eingang Linsenverzerrung, Objektivunschärfe, Vignettierung und Farbsäume. Die KI-gestützte Rauschminderung DeepPrime XD3 holt in Fotos mit hohen ISO-Werten erstaunlich viele Details heraus. DxO setzt dafür eine Grafikkarte mit mindestens 6 GByte VRAM voraus (Nvidia RTX oder AMD Radeon RX 6000).
In PhotoLab 10 führt DxO die Retusche von Staub auf dem Kamerasensor ein. Das KI-gestützte Werkzeug war zuvor schon über die jüngste Version des Hilfstools DxO PureRaw 6 verfügbar. Es erkennt und retuschiert selbstständig Staubflecken und spart eine Menge Handarbeit mit dem Stempelwerkzeug. Einzelne Sensorflecken lassen sich auswählen. Die KI-Staubentfernung arbeitet zwar nicht immer perfekt, ist unterm Strich aber eine große Hilfe. DxO trägt außerdem der wachsenden Popularität der Grafiksoftware Affinity Rechnung: Fotos lassen sich aus PhotoLab 10 direkt dorthin exportieren und zurück.
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