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Afterworld angespielt: Paradox’ neues Strategie-Epos lockt mit einer postapokalyptischen Zukunft
Wir haben den neuen Titel der Stellaris-Macher angespielt. Erlebt prozedural generierte Welten, clevere Mechaniken und den Aufbau einer neuen Zivilisation im zerstörten Amerika.
Crusader Kings, Hearts of Iron, Stellaris und mehr. Paradox’ Strategie-Liste ist lang und mit Afterworld schließt sich nun ein weiteres Spiel diesem Aufgebot an. Während der gamescom Opening Night Live wurde es offiziell enthüllt und auf der Messe konnte ich es auch schon direkt anspielen - für knapp 30 bis 40 Minuten. Was bei einem Paradox-Spiel natürlich fast nichts ist, aber für einen ersten Eindruck reicht es allemal.
Ein kommendes Grand-Strategy-Spiel von Paradox Interactive für den PC. In einem prozedural generierten, postapokalyptischen Nordamerika führt ihr einen Überlebenden-Stamm durch Erkundung, Diplomatie und Krieg zu einer völlig neuen Zivilisation. Das Spiel erscheint für PC, ein Termin ist noch nicht bekannt.
Verantwortlich für das Projekt ist das In-House-Studio von Paradox, Game Director ist Dan Lind, der zuvor an Hearts of Iron arbeitete - gleichzeitig sind viele andere Leute beteiligt, die bereits an Crusader Kings und Stellaris mitgewirkt haben. “Ich erwähne das, weil unser Apokalypse-Szenario zwei Welten vereint: Es bietet einerseits eine tiefe Historie und eine feste Map, kombiniert das aber mit der prozeduralen Generierung und dem Entdecker-Drang aus Stellaris”, betont Lind in seiner Präsentation. “Wir versuchen also, die Stärken beider Ansätze in einem Spiel zu bündeln.”
Wie schon angerissen, geht es hier in ein postapokalyptisches Szenario, in dem Nordamerika der Schauplatz ist. Das Ganze ist auch ein wenig futuristisch angehaucht, da dieser Weltuntergang in einer High-Tech-Welt stattfand - von der nun nicht mehr wahnsinnig viel übrig ist. Seit der Katastrophe sind 100 Jahre vergangen, ihr begegnet im Spielverlauf also primär Menschen, die nichts anderes als diese Welt kennen.
Eure Aufgabe? Ihr übernehmt eine zusammengewürfelte Gruppe von Überlebenden und formt sie zu einer Gesellschaft, die im postapokalyptischen Amerika bestehen kann. Zumindest im Idealfall - natürlich kann das auch alles in die Hose gehen, ihr kennt das ja von Paradox-Spielen. Der Schlüssel dazu ist altes Wissen, das euch dabei hilft, in dieser Welt die Oberhand zu gewinnen. Gleichzeitig inspiriert ihr euer Volk durch Kulte, Glaubensrichtungen und Religionen, gebt ihm ein gemeinsames Ziel und definiert die Bestimmung eures Stammes.
”Wie in all unseren Spielen ist die Welt der eigentliche Protagonist”, sagt Lind. “Sie dreht sich unaufhaltsam weiter. Die Fraktionen im Spiel verfolgen gnadenlos ihre eigenen Ziele, völlig unabhängig von euch. Es liegt an euch, ob ihr eingreift und etwas bewirkt. Wir zielen auf eine stark prozedurale, lebendige Simulation ab, in der ihr euch austoben und euren Stempel hinterlassen könnt.”
”Um das Ganze mal mit Stellaris zu vergleichen: Stellaris wirft euch zu Beginn in eine ziemliche Sandbox. In Afterworld haben wir dagegen eine tiefgründige Lore und eine spannende Hintergrundgeschichte erschaffen, die ihr entdecken könnt. Um den Wiederspielwert extrem hochzuhalten, simulieren wir die Apokalypse allerdings prozedural.
Das bedeutet: Die Welt sieht in jedem Durchlauf anders aus.”
Der Weltuntergang verlief jedes Mal anders, sodass ihr bei jedem frischen Durchgang Fraktionen mit unterschiedlichen Stärken oder anderen Startpunkten habt. Dadurch soll kein Match dem anderen gleichen, wenngleich natürlich bekannte Orte wie New York dort liegen, wo sie sich normalerweise befinden. Aber vielleicht ist dort nicht mehr übrig als ein verstrahlter Krater, das wisst ihr vorher nicht.
Interessant ist dabei, dass man technologische Fortschritte (hier Ideen genannt) direkt an die Erkundung koppelt: “Wenn ihr einen Fluss entdeckt, lernt ihr, wie man fischt”, erläutert Lind. “Wenn ihr zum ersten Mal auf einen etablierten Stamm trefft, schaltet ihr Mechaniken für Diplomatie und Handel frei.”