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Marktbericht: Warum fällt der DAX?
Mit deutlichen Verlusten startet der DAX in den September. Gerade hatte er noch auf Rekordkurs gelegen. Dafür sind heute gleich mehrere negative Faktoren zusammengekommen.
Der September beginnt am deutschen Aktienmarkt tiefrot: Bis zum frühen Nachmittag büßt der DAX 0,9 Prozent auf 26.013 Punkte ein. Am Vormittag war der deutsche Leitindex mit bis zu 1,3 Prozent Minus schon deutlich unter die runde Marke von 26.000 Punkten gefallen.
Noch am Freitag hatte er ein Rekordhoch bei 26.618 Punkten erreicht - und das, obwohl der neue Fed-Chef Kevin Warsh an diesem Tag einen straffen Zinskurs gegen die Inflation signalisierte.
Warum also fallen die Kurse jetzt doch? "Zuviel des Schlechten", lautet die kurze Antwort. Heute kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die das Umfeld für Aktien schwierig machen.
Marktbericht
01.09.2026
Seit dem Rekordhoch vom Freitag ist der DAX im Rückwärtsgang, die Aussicht auf steigende Zinsen belastet.
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Weiter steigende Ölpreise im Zuge der jüngsten Angriffe im Iran-Krieg haben die Inflations- und Zinssorgen wieder befeuert und viele Anleger dazu veranlasst, ihre jüngsten Kursgewinne mitzunehmen. Nordseeöl der Sorte Brent kostet mittlerweile wieder über 92 Dollar pro Barrel. Die aktuelle Inflation in der Eurozone von 3,3 Prozent vervollständigt das Bild.
Auf die hohe Inflation müssen die Zentralbanken reagieren. Mittlerweile erwarten die Märkte fast sicher, dass sowohl die EZB als auch die Fed im September ihre Leitzinsen erhöhen werden.
Zu diesen Erwartungen für den kurzfristigen Zins aber kommt noch die Zinsbewegung "am langen Ende", also am Anleihemarkt. Seit Monaten fallen dort die Kurse, aber in den vergangenen fünf Handelstagen hat sich dort die Abwärtsbewegung beschleunigt. Im Gegenzug sind die Renditen deutlich gestiegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen hat heute mit 3,36 Prozent ein neues mehrjähriges Hoch erreicht.
Seit über 15 Jahren waren die längerfristigen Zinsen nicht mehr so hoch. Das liegt einerseits an der erwarteten Inflation, die am Kapital der Gläubiger, also der Anleiheinhaber zehrt. Das Geld, das sie heute etwa dem Staat leihen, hat damit in zehn Jahren bei weitem nicht mehr dieselbe Kaufkraft. Je höher also die Inflationserwartungen, desto mehr Zinsen muss der Schuldner bieten.