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GoPro wird für 285 Millionen Dollar übernommen
von Oliver Posselt
2. Sep. 2026 |
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GoPro ist vor allem für kompakte Actionkameras bekannt, mit denen Nutzer Sport, Reisen und andere Aktivitäten filmen. Nun steht dem Unternehmen ein deutlicher Kurswechsel bevor. Starman Holding übernimmt GoPro für 285 Millionen US-Dollar in bar und führt es mit der Tochter Starman Optical zusammen.
Hinter der Transaktion steckt laut Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC die Gesellschaft Action Acquisitions LLC, die zur neuen Mutter von GoPro werden soll. Die bisherigen Aktionäre behalten nach Angaben von Starman 10 Prozent der Anteile. Abgeschlossen werden soll das Geschäft bis Ende des Jahres.
Für Besitzer einer GoPro ändert sich zunächst nichts. Das aktuelle Kamerasortiment bleibt in Produktion, Abonnements, Cloud-Dienste und Support sollen weiterlaufen. GoPro soll zudem börsennotiert bleiben. Auch die Entwicklung neuer Verbraucherprodukte will das Unternehmen fortsetzen.
Interessanter ist die langfristige Ausrichtung. GoPro-Chef Nick Woodman beschreibt das Unternehmen inzwischen als Anbieter von Bildgebungs- und optischen Lösungen für Kameras, KI-Infrastruktur und Bereiche der nationalen Sicherheit. Starman Optical produziert optische Transceiver, also Komponenten zur Datenübertragung über Glasfaser, und verfügt über Fertigungskapazitäten in den USA. Künftig sollen neben dem Verbrauchergeschäft auch kommerzielle Anwendungen sowie Luftfahrt und Verteidigung eine größere Rolle spielen.
Ganz überraschend kommt das nicht. GoPro hatte bereits im April Beratungsleistungen für die Rüstungs- und Luftfahrtbranche angekündigt. Gleichzeitig steckt das Unternehmen finanziell unter Druck, hat über die Jahre einen Großteil seines Börsenwerts verloren und zuletzt Schulden in Höhe von 92 Millionen Dollar ausgewiesen. Starman Holding ist Verbrauchern möglicherweise über Zubehörmarken wie Incipio, Incase, Griffin und Survivor bekannt. Zum Unternehmensumfeld gehört außerdem Digital Gadgets.
YouTuber Mark „Markiplier“ Fischbach hatte kurz zuvor 8,5 Prozent an GoPro erworben und war damit zum größten Einzelaktionär geworden. In einem eine Woche später veröffentlichten gesponserten GoPro-Video legte er diese Beteiligung offenbar nicht offen. Unklar ist, ob Fischbach seine Aktien behält oder von der Transaktion profitiert. Der GoPro-Kurs hatte sich zwischenzeitlich über Nacht verdoppelt.
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