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Claude Fable 5.1 und Mythos 5.1: Neue KI-Modelle sollen vor allem Forschung verbessern
Mit Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1 will Anthropic vor allem Fortschritte bei Programmierung, Wissensarbeit, lang laufenden Aufgaben und wissenschaftlicher Forschung erzielen. Zugleich reagiert das Unternehmen auf Kritik an Kosten, Datenschutz und zu restriktiven Sicherheitsmechanismen sowie der Missbrauchserkennung.
Anthropic hat mit Claude Fabel und Claude Mythos in Version 5.1 zwei Varianten desselben KI-Modells veröffentlicht, die sich lediglich durch ihre Sicherheitsbeschränkungen unterscheiden. Während Fable 5.1 für den allgemeinen Markt angeboten wird, bleibt Mythos 5.1 wie bereits der Vorgänger geprüften Organisationen und Fachleuten aus Cybersicherheit und Biowissenschaften vorbehalten. Für Letztere gibt es deshalb ein Cyber Verification Program und ein gemeinsam mit der US-Regierung entwickeltes Life Sciences Verification Program.
Bei Fable 5.1 und Mythos 5.1 will Anthropic vor allem die Leistung bei Coding, Wissensarbeit und langfristigen Problemlösungsaufgaben gesteigert haben. So soll das neue KI-Modell auch bei niedriger und mittlerer Rechenintensität ähnliche oder bessere Ergebnisse als Fable 5 erreichen und dabei dennoch die Kosten senken. Einen Schwerpunkt legt Anthropic dabei auf wissenschaftliche Anwendungen. So erhielt Mythos 5.1 dem Unternehmen zufolge für einen Versuch Zugriff auf quelloffene Werkzeuge für Proteindesign und Proteinfaltung und sollte Moleküle entwerfen, die besonders stark an bestimmte biologische Zielstrukturen binden. Bei drei Zielstrukturen sollen die Bindungsaffinitäten zehnmal höher ausgefallen sein als bei den besten Einreichungen in Protein-Design-Wettbewerben von Adaptyv Bio. Über zwölf Zielstrukturen hinweg habe die Erfolgsquote geeigneter Binder fast 50 Prozent erreicht. Anthropic zufolge liegen typische Erfolgsquoten im Proteindesign derzeit bei etwa 10 bis 15 Prozent.
Auch im Bereich der computergestützten Biologie soll Mythos 5.1 Fortschritte erzielt haben. Das Modell soll laut Anthropic sieben quelloffene Deep-Learning-Modelle durch eigene GPU-Kernel und das Zwischenspeichern von Ergebnissen optimiert haben, wodurch bei identischen Ausgaben Beschleunigungen um den Faktor 2,5 erreicht worden sein sollen. Bei Analysen, in denen solche Modelle tausendfach ausgeführt werden, könnten die geschätzten GPU-Kosten dadurch laut dem Unternehmen um 30 bis 60 Prozent sinken. Arbeiten, für die ein Team spezialisierter Performance-Ingenieure normalerweise mehrere Wochen benötige, habe Mythos 5.1 innerhalb weniger Tage anhand des öffentlich verfügbaren Quellcodes erledigt. Anthropic will diese Optimierungen als Open Source veröffentlichen.
Fable 5.1 soll hingegen für die Analyse von mehr als 30 Jahre alten Radardaten der NASA-Mission Magellan eingesetzt worden sein, wobei das KI-Modell ein neuronales Netz trainierte und mithilfe dessen eine neue hochauflösende Höhenkarte von etwa einem Drittel der Venus generierte. Der Detailgrad konnte dabei von vormals einer Größenordnung von 10 bis 20 Kilometern mit der neuen Karte auf zwei bis drei Kilometer erhöht werden, während Höhenangaben bis zu 25 Prozent genauer ausfallen sollen. Anthropic will die Karte unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen, damit sie unter anderem bei der Vorbereitung der kommenden NASA-Mission VERITAS und der ESA-Mission EnVision eingesetzt werden kann.
Auch bei den Sicherheitsmechanismen will Anthropic nachgebessert haben, die nun präziser, aber weniger störend agieren sollen. So sollen bei einfachen biologischen und medizinischen Anfragen die Fehlalarme gegenüber den ursprünglich mit Fable 5 eingeführten Filtern um 85 Prozent sinken. Bei Cybersecurity-Aufgaben sollen die Eingriffe durchschnittlich um rund 60 Prozent zurückgehen. Zudem darf Fable 5.1 nun zur defensiven Suche nach Software-Schwachstellen, nicht aber zur Entwicklung entsprechender Exploits eingesetzt werden. Aufgaben wie Penetrationstests, Exploit-Erstellung und binärbasierte Schwachstellensuche werden weiterhin an andere Modelle weiter