// HEISE ONLINE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Vision Pro: Mehr Entlassungen auch innerhalb der breiteren Apple-Organisation
Zuerst hieß es, es seien 60 Personen gewesen, dann 200 in zwei Abteilungen: Apple entlässt Menschen im Bereich Vision Pro. Offenbar ging der Abbau noch weiter.
Person mit Vision Pro: Apples Headset war aufgrund des hohen Preises und des Formfaktors nie ein Hit.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Apple hat seine Vision-Pro-Organisation offenbar deutlich stärker abgebaut als bislang gedacht. Nachdem es zunächst geheißen hatte, es seien „mindestens 60“ Personen in der sogenannten Vision Products Group (VPG) betroffen, kam heraus, dass es wohl über 200 Kündigungen waren. Diese Positionen sollen primär mit VR-Spielen und immersivem Video zu tun gehabt haben, aber auch mit der Siri-Integration in das Headset, da Apple sein neues KI-System Siri AI auch auf die Vision Pro holt und Experten für die „alte“ Siri abbaut. Nun gibt es weitere Informationen: Die VPG-Einschnitte betrafen auch andere Bereiche bei Apple, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Im Vorfeld des Amtsantritts von John Ternus als neuem Apple-CEO soll es Vision-Pro-Entlassungen „über die gesamte Firma hinweg“ gegeben haben. Diese tangierten auch Gerätesicherheit, das Audio-Engineering, Produkttests sowie das Betriebssystem visionOS, schreibt Bloomberg. Diese Jobs waren stellenweise nicht in der VPG platziert, sondern in den anderen Gruppen, die sich auch um diverse weitere Apple-Hardware-Produkte kümmern. Ternus gilt nicht als Fan der Vision Pro, auch wenn er sich nicht gegen die Entwicklung aussprach und vor seinem Job bei Apple vor vielen Jahren im Virtual-Reality-Geschäft tätig war.
Derzeit läuft die Entwicklung auf Sparflamme: Projekte für eine „Vision Air“ oder ein zweites, stark verändertes Modell sollen auf Eis liegen, die Veränderungen in visionOS waren in diesem Jahr minimal. Andere Manager sollen versucht haben, Ternus davon abzuhalten, trotz der schlechten Verkäufe die Vision-Pro-Investments weiter herunterzufahren.
Allerdings ist sich der neue Apple-Chef auch bewusst, dass das Headset eine Grundlage für künftige smarte Brillen bildet, die eines Tages auch mit Augmented-Reality-Funktion kommen sollen. Weiterhin bleibt wohl eine Vision Pro mit neuem Chip im Programm, dies hatte Apple mit dem M5-Modell bereits so gehandhabt.
Apple hatte im Juni einen Topmanager verloren, der sich um Smartglasses und Vision Pro gekümmert hatte. Paul Meade, der offenbar mit Umbaumaßnahmen von John Ternus nicht zufrieden war, ging zu OpenAI. Mit dem KI-Konzern befindet sich Apple in einem Rechtsstreit um den angeblichen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen.
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden.
Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer
Datenschutzerklärung.