// EUROGAMER.DE — GAMING
CD Projekt Red: Hohe Konsolenpreise und Next-Gen-Gerüchte bereiten dem Studio keine Sorgen
Laut Co-CEO Michał Nowakowski bleibt die Hardware trotz der aktuellen RAM-Krise unverzichtbar. Gute Spiele würden ohnehin immer ihr Publikum finden.
Michał Nowakowski, Co-CEO von CD Projekt Red, macht sich "keine Sorgen" darüber, dass die hohen Konsolenkosten infolge der RAM-Krise die Verkaufszahlen von CDPR-Titeln beeinträchtigen könnten.
"Konsolen sind weiterhin unverzichtbar, um ein breites Publikum im Casual- oder Semi-Casual-Bereich zu erreichen", sagt er im Gespräch mit The Game Business. "Es ist wichtig, ein System zu haben, das ihr einfach anschließt, um direkt loszuzocken. Ich glaube fest daran, dass die Hardware-Hersteller diesen Sturm überstehen. Die Preisgestaltung ist objektiv betrachtet natürlich eine Herausforderung. Und dann sind da noch diese Gerüchte ... Wir hören auch, dass sich die Next-Gen verspäten soll. Ob das stimmt, weiß ich allerdings nicht."
Die RAM-Krise, ausgelöst durch den KI-Boom, sorgt in der Tech-Branche seit Längerem für angespannte Lieferketten. Durch die enorm gestiegenen Produktionskosten für Speicherbausteine stehen Konsolenhersteller extrem unter Druck, was sich massiv auf die Verkaufspreise der Hardware auswirkt.
Auch dahingehend zeigt sich die Studioführung gelassen: "Content is King", betont er. "Wenn die Inhalte stimmen, finden die Leute auch einen Weg, sie zu spielen. Wenn wir ein neues Spiel releasen und die Leute zocken gerade auf der PS5 oder der Xbox Series X/S, dann sind wir genau dort. Wir werden immer ein Geschäftsmodell finden, das für uns funktioniert und für euch als Spieler fair ist. So einfach ist das."
"Wenn ihr das Dev-Team fragt, lautet die Antwort immer: 'Gebt uns so viel Power wie möglich. Wir wollen euch nämlich das bestmögliche Erlebnis liefern.' So ticken sie nun mal. Aber sie bleiben realistisch. Sollte sich die Next-Gen tatsächlich verschieben, legen wir einige Ideen vielleicht erst einmal für die Zukunft auf Eis. Wir müssten uns dann eben anpassen. Finanziell machen wir uns jedenfalls keine Sorgen. Konsolen werden uns definitiv erhalten bleiben."
Das Studio ist derzeit gut beschäftigt. Neben einer Fortsetzung zu Cyberpunk 2077 steht besonders die Witcher-Reihe im Fokus. The Witcher 3 erhält nächstes Jahr eine neue Erweiterung und schon in Kürze ein kostenloses Remaster. Was The Witcher 4 anbelangt, könnte der Titel aufgrund des angekündigten Disc-Aus von Sony für die PS5 nur noch digital erscheinen.