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Avengers: Doomsday - Der kommende Film wurde ohne ein fertiges Skript gedreht, dafür gibt's laut der Regisseure einen guten Grund
Chris Evans alias Steve Rogers (rechts) ist bei Doomsday auch wieder am Start. Bildquelle: Marvel Studios/Disney
Normalerweise wird die Vision eines Films erst einmal auf Papier festgehalten, um die nötige Struktur reinzubringen. Aber häufiger als wir denken, ist das Gegenteil der Fall – vor allem, wenn es um die großen Superhelden-Streifen des Regisseur-Duos Anthony und Joe Russo geht.
So wurde das Skript für Avengers: Endgame etwa noch lange, nachdem die Produktionsphase bereits begonnen hatte, von den Autoren überarbeitet. Auch bei der Fortsetzung filmten die ersten Kameras bereits, bevor das Drehbuch komplett fertig war. Das hat aber offenbar einen kreativen Grund.
Für die Russo-Brüder ist das Skript »ein lebender Organismus« und kein festgeschriebener Plan. Demnach setzen sie während der Dreharbeiten insbesondere auf das Improvisationstalent der Schauspieler, wie Joe in einem Interview mit The Associated Press preisgibt:
Wir sind Regisseure, die stark auf Improvisation und Proben setzen. Wir wollen sehen, was die Schauspieler selbst in ihre Figuren einbringen. Und manchmal haben wir die Schauspieler erst ein paar Tage oder Wochen zur Verfügung, bevor wir mit ihnen drehen. Oft entsteht genau dann die Magie.
Die Besetzungsliste von Avengers: Doomsday ist vollgepackt mit großen Namen und die haben natürlich alle ziemlich strikte Terminpläne. Demnach ist allein der Drehplan schon viel chaotischer als bei anderen Filmen mit zwei oder drei Hauptrollen.
Außerdem verkörpern MCU-Veterane wie Chris Evans (Captain America) oder Chris Hemsworth (Thor) bereits seit vielen Jahren ihre Superhelden-Figuren und wissen wohl am besten, wie sie reagieren und agieren. Daher ergibt es wohl durchaus Sinn, dass nicht immer alles komplett durchgeplant ist und auch die spontanen Gedanken der Schauspieler miteinfließen.
Zumindest bei Endgame hat diese Vorgehensweise gut funktioniert. Bei einem geschätzten Budget von 356 Millionen US-Dollar nahm er etwa 2,8 Milliarden Dollar ein und ist der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten. Von Fans wird er häufig als großer Höhepunkt des MCU und der Multiversums-Saga bezeichnet. Danach nahm das Interesse am Franchise stetig ab und die sogenannte Superhelden-Müdigkeit stellte sich ein.
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Die Uhr tickt - Avengers: Doomsday zeigt großflächige Zerstörung und einen Bösewicht, der unbesiegbar scheint
Das alles ändert jedoch nichts daran, dass viele Fans dem Marvel-Universum mehr und mehr misstrauen. Auch was sie bisher von Doomsday gesehen haben, kann viele noch nicht ganz überzeugen.