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IFA: Mobiler „Flugzeugträger“ AeroHT geht in Massenproduktion
Xpeng zeigt den „landgestützten Flugzeugträger“ seiner Tochter Aridge auf der IFA. Ein erschwingliches Gadget ist der mobile Hexacopter aber nicht.
Zu seinem ersten IFA-Auftritt hat der chinesische Autohersteller XPeng den „landgestützten Flugzeugträger“ AeroHT mitgebracht. Das erstmals auf der CES 2025 gezeigte Konzept ist jetzt serienreif. Die Massenfertigung solle noch im zweiten Halbjahr 2026 beginnen, sagte ein Sprecher am Donnerstag auf der IFA in Berlin.
Das etwa fünfeinhalb Meter lange Hybridauto hat Platz für vier Personen und einen Hexacopter, der sich automatisch auslädt. Das hauptsächlich aus Karbonfasern gebaute Fluggerät hat Platz für zwei Passagiere und soll mit einer Batterieladung bis zu 20 Flugminuten schaffen.
Das als AeroHT gegründete Startup heißt inzwischen Aridge. Xpeng hält eine Mehrheitsbeteiligung an Aridge, verrät aber keine Details. Weitere Anteile halten Investoren. Zuletzt hat das Unternehmen eine Finanzierungsrunde von rund 200 Millionen US-Dollar absolviert. Laut Xpeng erreichen die Gesamtinvestitionen damit fast eine Milliarde US-Dollar.
Die Produktion des AeroHT soll noch dieses Jahr anlaufen. Das Unternehmen peilt zunächst eine Produktionskapazität von etwa 5000 Einheiten pro Jahr an, erklärte ein Sprecher. Später sollen jährlich bis zu 10.000 Flugzeugträger vom Band laufen. Derzeit liegen rund 7000 Vorbestellungen vor, hauptsächlich aus China und dem arabischen Raum.
Mit einem Preis von rund 280.000 US-Dollar ist der AeroHT kein billiges Spielzeug, sondern ein „Big Toy“ für schwerreiche Technikfans. Ob die mit dem Hexacopter dann auch in die Luft gehen können, hängt maßgeblich von den Regulierungsbehörden ab. Der europäische Luftraum dürfte für den AeroHT vorerst nicht zu erobern sein.
Das Unternehmen setzt zunächst auf den Heimatmarkt China und den Mittleren Osten, wo sich die Behörden aufgeschlossener zeigen, wie es auf der IFA hieß. In beiden Regionen ist auch die Zielgruppe in ausreichender Größenordnung beheimatet. Partner aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar hatten Ende vergangenen Jahres insgesamt 600 Einheiten bestellt.
In China hat Aridge schon einen großen Schritt Richtung Zulassung absolviert: Die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC hat dem Unternehmen zuletzt die grundsätzliche Eignung als Hersteller von Luftfahrzeugen bescheinigt, was eine Grundlage für die schnellere Zulassung von Flugmustern ist. Aridge rechnet damit, dass AeroHT im kommenden Jahr zugelassen ist und an Endkunden ausgeliefert werden kann (City Cube, Stand B142).
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