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Exodus angespielt: Warum das Sci-Fi-Rollenspiel mein Highlight der gamescom 2026 ist
Wir haben das Sci-Fi-Abenteuer auf der Messe angespielt. Mit tierischen Begleitern und packenden Kämpfen liefert Archetype den perfekten Erben für Mass Effect.
Wer beerbt Mass Effect? Ist es Owlcat Games’ The Expanse: Osiris Reborn, auf das ich auf der gamescom einen weiteren Blick werfen konnte? Oder doch eher Archetype Entertainments Exodus? Warum nicht einfach beide? Letzteres konnte ich auf der Messe in Köln erstmals anspielen und ich ging nach etwa einer Stunde mit einem sehr guten Gefühl aus dem Demo-Raum.
Exodus ist ein kommendes Sci-Fi-Rollenspiel des Entwicklers Archetype Entertainment. Aus der Third-Person-Perspektive bereist ihr mit diversen Begleitern fremde Welten. Der Release des Titels ist für den 7. April 2027 auf PC, PS5 und Xbox Series X/S geplant.
In Exodus spielt ihr Jun Aslan - ein Charakter, der männlich oder weiblich sein kann. Beeinflussen konnte ich das auf der gamescom noch nicht, dort war nur der männliche Protagonist spielbar. Somit bleibt auch unklar, wie tiefgreifend Anpassungen am Aussehen möglich sein werden. Ihr seid nicht nur Sohn (oder Tochter) eines berühmten Entdeckers, sondern erhaltet auch noch die Mission, euren Heimatplaneten Lidon vor einer gefährlichen Fäulnis zu bewahren.
Dazu müsst ihr ein Team zusammenstellen und durch die Galaxie reisen, denn diese Gefahr droht die Technologie zu vernichten, die Lidon erst bewohnbar macht. Es gibt also eine klare Zielsetzung und im Spielverlauf sollt ihr viele Entscheidungen treffen, die sich auch auf das Schicksal eurer Heimatwelt auswirken. Ähnlich wie in Mass Effect gibt es kleinere und größere Momente, in denen ihr die Weichen stellt - und ein mit Paragon und Renegade vergleichbares System, auch wenn es hier Paladin und Immortal heißt.
Eure Begleiterinnen und Begleiter haben ebenso ihre eigenen Meinungen und reagieren unterschiedlich auf eure Handlungen. Angesichts von nur einer Mission, die ich - und das noch nicht einmal in Gänze - spielte, lässt sich aber schwer einschätzen, wie sich dieses ganze System durch das Spiel hinweg entwickelt und euch womöglich beeinflusst.
In der Demo-Mission auf der gamescom ging es darum, auf einem Archenschiff im Orbit des Planeten ein Volk von Erweckten zu retten. Das sind Tiere, die durch Bioengineering und kybernetische Implantate hochintelligent wurden und in den Cluster kamen, wo sie an der Seite der Menschen leben. Hierbei handelte es sich um kluge, sprechende Frösche, was letztlich zu einem weiteren Dilemma führt. Nachdem ich die Gefahr an Bord beseitigt und die Frösche befreit habe, schlägt mein Mitstreiter vor, sie unter den Schutz seines Clans zu stellen - gleichzeitig will er sie an sich binden. Moment mal … also erst die Frösche befreien, nur damit sie dann doch nicht richtig frei sind? Daher entscheide ich mich dagegen und lasse sie gänzlich frei leben. Dafür erhalte ich wiederum Technologie für mein Raumschiff, die ich brauche, um weiter ins All vorstoßen zu können.
Ein wichtiger Faktor im Spiel ist zudem das Thema Zeitdilatation - dazu haben wir hier einen eigenen, umfassenden Artikel -, das aber in der gamescom-Demo keine Rolle spielte. Meine Begleiter in dieser Mission waren übrigens menschlich, aber ihr habt auch einen Oktopus als möglichen Mitstreiter im Kampf und ebenso einen sprechenden Wolf an Bord eures Schiffs. Wundert euch nicht, wenn ihr woanders Bären, Elefanten und andere Tiere seht, in Exodus geht es durchaus tierisch zu.
Spielerisch ähnelt Exodus seinem Vorbild dahingehend, dass ihr auch hier aus der Third-Person-Perspektive ballert und in Deckung geht. Ihr habt verschiedene Waffen und Gadgets zur Auswahl, zudem verfügt Jun über einen besonderen Panzerhandschuh. Dieser wird im Spielverlauf durch Technologien weiter verbessert. Mit der Eruption schleudert ihr Widersacher in die Luft oder formt eine Lanze, die nicht nur Gegner, sondern auch Ranken der Fäulnis durchbohrt. An vorgegebenen Stellen lassen sich sogar Brücken und Deckungsmöglichkeiten erschaffen - und ihr habt ei