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Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt: AfD siegt - aber verpasst absolute Mehrheit
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die AfD stärkste Kraft geworden - mit einem Rekordergebnis. Das erklärte Ziel, allein regieren zu können, verfehlt sie aber. Nun könnte es auf das BSW ankommen, das den Einzug knapp schafft.
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Laut dem vorläufigen Endergebnis kommt sie auf 43,8 Prozent der Stimmen. Damit hat sie ihr Ergebnis im Vergleich zur vergangenen Wahl im Jahr 2021 mehr als verdoppelt und erreicht den besten Wert bei einer Landtagswahl überhaupt.
Weit dahinter liegt die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze mit 17,2 Prozent auf Platz zwei. Es ist das schlechteste Ergebnis, das die Partei in Sachsen-Anhalt je eingefahren hat.
Analyse
07.09.2026
Die AfD profitiert von Sorgen der Menschen. Die andere Parteien kämpfen mit ganz unterschiedlichen Problemen.
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Daneben sind vier weitere Parteien im Magdeburger Landtag vertreten: Die SPD liegt bei 9,3 Prozent. Die Grünen kommen auf 8,9 Prozent - es ist das beste Ergebnis der Partei bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Linke erhält 8,6 Prozent - und schneidet damit schlechter ab als bei der vergangenen Wahl.
Die FDP scheitert mit 2,6 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Das erstmals angetretene BSW hingegen schafft mit 5,3 Prozent knapp den Einzug ins Landesparlament.
Damit erhält die AfD 39 Sitze im Landtag, die CDU 15. SPD, Grüne und Linke kommen jeweils auf 8 Mandate. Das BSW erhält 5 Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent (2021: 60,3 Prozent) - ein Rekordwert. Knapp 1,7 Millionen Wahlberechtigte durften abstimmen.
Nun dürfte die Regierungsbildung spannend werden. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte stets erklärt, am liebsten alleine regieren zu wollen. Noch am Wahlabend betonten verschiedene AfD-Spitzenvertreter, das Wahlergebnis sei ein klarer Regierungsauftrag für die Partei.
Doch aus eigener Kraft kann sie dieses Ziel nicht erreichen. Sie ist also auf fremde Stimmen angewiesen. CDU, SPD, Grüne und Linke hatten allerdings einer Zusammenarbeit bereits eine Absage erteilt.