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PISA-Ergebnisse zeigen laut Schülervertretung "politisches Versagen"
Deutschlands 15-Jährige erreichen bei PISA so schlechte Werte wie nie zuvor. Woran liegt es? Die Bundesschülerkonferenz wertet die Ergebnisse als "politisches Versagen". Nötig seien strukturelle Veränderungen - und weniger Druck.
Nach dem schlechten Abschneiden bei der PISA-Studie zeigt sich die Bundesschülerkonferenz (BSK) ernüchtert. Man könne von keinem "PISA-Schock" sprechen. Deutschland habe sich zum wiederholten Male verschlechtert. "Wer noch in diesem Jahr von einem Schock spricht, scheint wenig in Schulen unterwegs zu sein", sagt Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der BSK. "Die Ergebnisse sind ein vorhersehbares Desaster und zeigen politisches Versagen."
Kurzfristige Einzelmaßnahmen würden wenig bringen, es brauche strukturelle Veränderungen. "Jetzt ein weiteres Mal den Fokus auf die Stärkung der Basiskompetenzen zu legen, wird uns langfristig nicht weiterhelfen."
Historischer Tiefpunkt bei PISA: Jeder dritte deutsche Jugendliche hat Probleme beim Lesen und Rechnen.
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Aus Sicht der BSK gibt es Nachholbedarf beim Wohlbefinden und der Partizipation in Schulen. Die Konferenz der Landesschülervertretungen verweist auf das Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung. Demnach sehen sich ein Viertel der Schülerinnen und Schüler als psychisch belastet.
Leistungsdruck, Mobbing und Stress müssten angegangen werden. "Wer sich nicht wohlfühlen und nicht partizipieren kann, kann auch nicht lernen." Auch bei der Ausstattung in Schulen müsse etwas geschehen, das zeige das schlechte Abschneiden im Bereich "computergestütztes Problemlösen". "Kinder und Jugendliche müssen sich sicher im digitalen Raum bewegen", so die Schülerkonferenz.
In der jüngsten Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie PISA hatten die 15-Jährigen in Deutschland 2025 so schwach abgeschnitten wie nie zuvor. Etwa 6.700 Schülerinnen und Schüler wurden vor allem auf Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet.
Der Studie zufolge fehlt jedem dritten Jugendlichen grundlegende Kompetenz in Lesen und Mathematik, jedem vierten in Naturwissenschaften. Gut jeder Fünfte habe in keinem der drei Felder "ausreichende Basiskompetenzen", hieß es weiter.
Bundeskanzler Friedrich Merz forderte in der Generaldebatte im Bundestag eine "große Kraftanstrengung" für bessere Bildung in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie seien "ernüchternd", sagte der CDU-Politiker. "Ich will den Ländern in Deutschland ausdrücklich anbieten, dass wir noch einmal gemeinsam zu einer großen Kraftanstrengung finden, um die Situation der Bildung in Deutschland zu verbessern."
Zugleich betonte er, man könne Bildung und Erziehung nicht an den Staat "outsourcen". Auch die Familien hätten eine Verantwortung. "Wenn wir das gemeinsam wahrnehmen, dann können wir das Problem lösen", sagte Merz. Es sei eine der zentralen Aufgaben der Bundesrepublik, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche eine Chance haben.