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Huawei Ascend 950DT: Starke Preiserhöhung könnte Nvidia-Schmuggel nach China anfeuern
Huaweis AI-Beschleuniger Ascend 950DT wird aufgrund eines HBM-Mangels teurer. Dies dürfte weiteren Schmuggel von Nvidia-GPUs nach China befeuern, denn die heimischen Lösungen sind mit einem Preis von umgerechnet bis zu 37.000 US-Dollar pro Stück nun nicht günstiger als Nvidia-Chips – und Rubin wird noch interessanter.
Wenngleich stets über mögliche Fortschritte bei Chinas Speicherherstellern und dem Thema HBM vor allem in asiatischen Medien gesprochen wird, ist die gelebte Realität aber noch eine andere. Denn da heißt es nach wie vor, dass die HBM-Chips über zum Teil zweifelhafte Kanäle auf dem grauen Markt besorgt werden müssen, mit zum Teil heftigem Aufpreis. Da Exportbeschränkungen keine direkte Einfuhr erlauben, müssen die Hersteller des Endprodukts wie Huawei die entsprechenden Mehrausgaben für die Beschaffung nun auf die Karten umlegen.
Und so soll es in China binnen zwei Monaten zu einer deutlichen Preissteigerung von 20 bis 50 Prozent für den AI-Beschleuniger gekommen sein. Der Huawei Ascend 950DT ist dabei aber noch nicht einmal auf dem Markt. Nachdem die Lösung zu Beginn des Sommers für August erwartet wurde, heißt es nun wieder, dass er erst ab dem vierten Quartal erscheinen soll. Bis zu 250.000 Yuan müssen interessierte Kunden nun pro Beschleuniger einplanen, umgerechnet sind das über 37.000 US-Dollar beziehungsweise mehr als 32.000 Euro.
Die Preisanpassungen aufgrund von Speichermangel gelten auch für ältere Lösungen, die um 20 bis 30 Prozent teurer werden als die Preise, die erst vor zwei Monaten genannt wurden. Für das Nachfolgeprodukt wird ebenfalls bereits mit einem Preisaufschlag gerechnet.
Noch höhere Preise für die im eigenen Land hergestellten AI-Beschleuniger könnten den Schmuggel nach China wieder anfeuern. Nachdem dies zu Beginn primär über Singapur ablief, war es zuletzt mehr und mehr Malaysia, das mit massivem Umsatzwachstum in Nvidias Zahlen aufgefallen war, die jedoch so gar nicht zu den lokalen Ausbauten passten. Es wird vermutet, dass viele Lieferungen nach Malaysia am Ende in China landen. Denn selbst ältere Nvidia-Chips sind noch leistungsfähiger als Chinas neueste Modelle. Deshalb wird nicht nur Blackwell nach China über die bekannten Umwege geliefert, sondern auch der Vorgänger Hopper.