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Warum jetzt mehr Falt-Handys in die Läden kommen
Apple steigt ins Geschäft mit aufklappbaren Smartphones ein. Bislang war das eher eine Nische. Doch auf den Markt kommen jetzt mehrere Hersteller mit neuen Geräten - die Vorteile und Nachteile haben.
Apple hat sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. Diese Art von Smartphones ist nach wie vor eine Nischen-Kategorie - obwohl unter anderem Samsung und Google solche Geräte seit Jahren anbieten. Erst zu Wochenbeginn hatten die beiden chinesischen Hersteller Xiaomi und Huawei mit dem "18 Fold" und dem "Mate XT2" neue hochpreisige Falt-Handys präsentiert.
Bei seinem großen Werbe-Event hat Apple das erste faltbare iPhone präsentiert.
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Falt-Handys bieten ausgeklappt eine größere Displayfläche als klassische Smartphones, geschlossen bleiben sie jedoch kompakt. So hat etwa das "Xiaomi Fold" im zugeklappten Zustand die Größe eines Reisepasses und kann im geöffneten Zustand drei Apps nebeneinander anzeigen. Das "Mate XT2" ist doppelt faltbar. Darüber hinaus erlauben die klappbaren Gehäuse neue Kamera-Winkel, bei denen das Gerät selbst als Stativ dient.
Als technische Herausforderungen gelten die Scharniere, die sich auch nach jahrelangem Gebrauch stabil anfühlen sollen. Nachteile sind zudem eine meist sicht- und spürbare Vertiefung in der Mitte des Innenbildschirms und ein geringerer Schutz gegen Staub und Eindringen von Fremdkörpern aufgrund der beweglichen Mechanik.
Auch die Akkulaufzeit ist durch die große Fläche des Bildschirms ein kritischer Punkt, weshalb die Hersteller effiziente Prozessoren verbauen müssen. Diese und die komplexe Scharniertechnik sowie die biegsamen Bildschirme machen die Handys ziemlich teuer. Das faltbare iPhone kostet 1.999 Dollar. Die Preise für die neuen chinesischen Geräte beginnen bei 1.540 Dollar (Xiaomi) und 2.980 Dollar (Huawei).
Mit den hochpreisigen Falt-Handys wollen die Smartphone-Anbieter ihre Gewinnmargen verbessern. Xiaomi, Huawei und Apple betonten bei der Produktvorstellung den hohen Kostendruck durch die in den vergangenen Monaten rasant gestiegenen Preise für Speicherchips. Außerdem sollen neue Zielgruppen erreicht werden.
Doch für wen ist so ein Gerät etwas? "Zunächst einmal für alle, die das Geld dafür haben", sagt Branchenanalyst Francisco Jeronimo von der Marktforschungsfirma IDC. Es gebe aber Apple-Fans, die bereit seien, jeden Preis für etwas zu zahlen, was sich abhebe. Damit werde das neue "iPhone Duo" definitiv als Statussymbol dienen. Dann gebe es aber auch Leute, die ein iPhone und ein iPad-Tablet nutzten - "und jetzt die Chance haben, beides in einem Gerät zu bekommen".
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