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Marktbericht: EZB-Zinserhöhung vergrault die Anleger
Die Ölpreise steigen, Leitzinsen, Anleiherenditen und Inflation ebenfalls. Die Zeiten für die Anleger am Aktienmarkt sind derzeit schwierig - der DAX dürfte weiter zurückfallen und sein Wochenminus ausbauen.
Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf 25.322 Punkte. Der DAX hatte gestern 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte verloren. Damit steuert er derzeit auf ein kräftiges Wochenminus zu. Die hohen Energiepreise drücken auf die Stimmung. Außerdem hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen angehoben. Dieser Schritt war zwar erwartet worden, aber angesichts der anhaltend hohen Inflation befürchten die Anleger eine weitere Straffung der Geldpolitik.
Für den Marktstrategen Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG lautet die entscheidende Frage jetzt: "Muss die EZB im Dezember nachlegen? Ein weiterer Zinsschritt steht bereits im Raum. Jeder zusätzliche Schritt birgt allerdings das Risiko, die Konjunktur stärker auszubremsen. Für den DAX bleibt die Kombination aus hartnäckiger Inflation und höheren Finanzierungskosten ein Belastungsfaktor."
"Da die Inflation laut den Währungshütern voraussichtlich länger deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent bleiben wird, rechnen die Terminmärkte bis Juni 2027 mit drei weiteren Zinsschritten um jeweils 0,25 Prozentpunkte“, stellt Ulrich Stephan fest, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.
FAQ
10.09.2026
Was bedeutet die neue EZB-Leitzinserhöhung für Verbraucher und für Unternehmen?
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Die Eskalation im Nahen Osten lässt den Anlegern keine Atempause, die Ölpreise steigen immer weiter: Der Öltransport durch die Straße von Hormus blieb nach gegenseitigen Angriffen der USA und Irans eingeschränkt. Zudem übernahmen die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was die saudischen Ölexporte im Roten Meer bedroht.
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 107,88 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent fester bei 102,73 Dollar.
Marktbericht
09.09.2026
Grund ist die Sorge vor Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten.
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