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Nintendo GameCube feiert 25. Geburtstag: Ein Rückblick auf die kultige Konsole
Vor einem Vierteljahrhundert erschien der kompakte Begleiter in Japan. Trotz starker Konkurrenz durch die PS2 bleibt die Hardware dank Titeln wie Metroid Prime unvergessen.
Anfang der 2000er eroberte Nintendo mit einem kleinen, lilafarbenen Würfel die Wohnzimmer. Der unter dem Codenamen "Project Dolphin" entwickelte GameCube sollte es mit Sonys PlayStation 2 aufnehmen. Das Gerät war kompakt, besaß sogar einen Tragegriff und als Speichermedium verwendete das japanische Unternehmen eigene optische Mini-Discs mit 1,5 Gigabyte Speicherplatz. Heute feiert der GameCube seinen 25. Geburtstag.
Zumindest erschien das Gerät am 14. September 2001 auf dem japanischen Markt – europäische Fans mussten sich noch bis zum 3. Mai 2002 gedulden. Technisch steckte gewaltige Power in dem handlichen Gehäuse, dafür sorgten ein Prozessor von IBM und ein Grafikchip von ATI.
Der GameCube trat in einer der umkämpftesten Hardware-Äras an. Neben Sonys damals völlig übermächtiger PlayStation 2 musste sich Nintendos Würfel auch gegen Segas finale Konsole Dreamcast und den Neueinsteiger Microsoft mit der ersten Xbox behaupten.
Auch mit dem Design des Controllers, das sich deutlich vom Sony-Gamepad abhob, stach Nintendos GameCube hervor. Mit seinem auffälligen grünen A-Knopf und den ergonomischen Schultertasten liegt das Pad auch heute noch gut in den Händen. Nicht ohne Grund wird das Eingabegerät weiterhin bei E-Sport-Turnieren verwendet und für Smash Bros Ultimate auf der Switch hat Nintendo den Controller sogar neu aufgelegt.
Abseits der Hardware versuchte Nintendo mit seinen Spielen die Leute zu begeistern. Der GameCube war die Geburtsstunde von Luigi's Mansion, in dem Marios Bruder auf Geisterjagd geht. Ebenso erschien The Legend of Zelda: The Wind Waker mit seinem bunten Cel-Shading-Look und Metroid Prime erfand die Serie in der First-Person-Perspektive völlig neu. Star-Wars-Fans freuten sich unterdessen über die Rogue-Squadron-Titel und ließen den Krieg der Sterne am heimischen Fernseher aufleben.
Trotz des guten spielerischen Aufgebots verkaufte Nintendo weltweit nur etwa 21,7 Millionen Geräte des GameCube – deutlich weniger als Sony mit seiner PS2 (rund 160 Millionen). Finanziell hinkte die Konsole den kommerziellen Erwartungen zwar hinterher, hat sich jedoch mit verschiedenen exzellenten Spielen einen Platz in den Herzen der Fans erobert.