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Kia PV7: Der elektrische Konkurrent für Ford E-Transit und VW e-Crafter
Kia stellt auf der IAA Transportation den PV7 als großen E-Transporter mit bis zu 460 km Reichweite und 350 kW Schnellladen vor. Er folgt dem kleineren Kia PV5.
Nach dem Kia PV5 erweitert der koreanische Autohersteller Hyundai das Angebot batterieelektrischer Nutzfahrzeuge seiner Marke Kia um ein größeres Modell: Der PV7 soll als zweites Fahrzeug der sogenannten PBV-Reihe (Platform Beyond Vehicle) eine Alternative zu Elektrotransportern wie VW E-Crafter, Ford E-Transit (Test) oder Renault Trafic E-Tech bieten. Der PV7 wurde auf der IAA Transportation in Hannover erstmals als Kastenwagen und Bus vorgestellt.
Der PV7 baut auf der E-GMP.S-Plattform auf, einer für Nutzfahrzeuge abgewandelten Variante der aus Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 bekannten Architektur. Ihr modularer Aufbau soll die bei Nutzfahrzeugen übliche Aufbau- und Konfigurationsvielfalt auf einer gemeinsamen technischen Basis ermöglichen. Kia spricht von einem „Flexible Body System“ und „Conversion Readiness“, was Aufbauherstellern definierte Schnittstellen für Spezialumbauten bieten soll, etwa als Kühlfahrzeug, mobile Werkstatt oder Rettungswagen.
Im Vergleich zum kleineren PV5 wächst der PV7 in allen Dimensionen erheblich. Die Serienversion des PV7 Cargo Long misst 5,35 m in der Länge bei einem Radstand von 3,5 m. Zum Vergleich: Der PV5 Cargo Long kommt auf rund 4,7 m bei 3 m Radstand. Der PV7 ist damit etwa 65 cm länger und bietet einen um rund 50 cm gestreckten Radstand. In der Breite ohne Außenspiegel und Höhe erreicht der Kia PV7 laut Kia jeweils 2 m.
Der PV7 Cargo ist in Ausführungen mit zwei oder drei Sitzen erhältlich und bietet als „Cargo Long“ bis zu 6,1 Kubikmeter Laderaum (nach VDA-Norm), während die Variante „Cargo High Roof“ bis zu 8 Kubikmeter bereitstellt, über einer Fläche mit Platz für drei Europaletten. Die maximale Nutzlast beträgt 1165 kg bei der Langversion und 1200 kg bei der Kompaktvariante. Eine Klappe auf dem Niveau des Ladebodens ermöglicht das Verstauen besonders langer Ladung, indem ein Teil des Fußraums mitgenutzt werden kann.
Die Ladefläche liegt auf 55 cm, was bei gleicher Höhe das Volumen vergrößern hilft. Eine möglichst geringe Höhe wirkt sich direkt auf die Reichweite aus und ist daher bei einem Elektroauto ein noch wichtigeres Argument als bei einem Transporter mit Verbrennungs-Antrieb. Wie Kia betont, reduziert eine niedrige Ladekante freilich auch die körperliche Belastung beim Be- und Entladen. Nicht zuletzt dient ein möglichst niedriger Lastschwerpunkt auch der Fahrsicherheit. Bei den Hecktüren bietet Kia die Wahl zwischen einer zweiflügeligen Schwingtür und einer nach oben öffnenden Heckklappe.
Je nach Markt und Konfiguration bringt der elektrische Antriebsstrang bis zu 200 kW Leistung und ein Drehmoment von 420 Nm an die Vorderräder. Eine Allradvariante ist geplant. Kia setzt im PV7 NCM-Akkus (Nickel-Kobalt-Mangan) mit Energiegehalten von 71,5 und 96,2 kWh ein. Das größere Paket soll nach vorläufiger Angabe eine WLTP-Reichweite von „über 460 km“ ermöglichen. An Schnellladesäulen nimmt der PV7 bis zu 350 kW Gleichstrom auf und lädt von 10 auf 80 Prozent in rund 25 Minuten.
Damit positioniert Kia den PV7 deutlich oberhalb des PV5, der mit LFP- und NCM-Akkus von 43,3 bis 71,2 kWh und maximal 150 kW Ladeleistung eher für kürzere Stadt- und Regionalstrecken geeignet ist. Die hohe Ladeleistung des PV7 wird durch eine 800-Volt-Architektur möglich, wie sie die Hyundai Motor Group bereits seit einigen Jahren in manchen Pkw-Modellen einsetzt.
Wie die Pkw-Modelle auf E-GMP-Basis bekommt auch der Kia PV7 Vehicle-to-Load (V2L) mit einer 230-Volt-Versorgung externer Geräte direkt aus dem Fahrzeugakku. Besonders für Handwerker, Rettungsdienste und Logistikflotten ist eine solche Funktion im Arbeitsalltag ein relevanter Vorteil gegenüber konventionellen Transportern.
Neben der Frachtvariante plant Kia den PV7 auch als Personentransporter mit 5, 7 oder 9 Sitzplätzen. Die Siebensitzer-Version verfügt über ein „Long Rail Easy Remove Sea