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Apple: Neue iCloud-Nutzungsbedingungen bringen 30-Tage-Löschfrist und mehr
von Carsten Knobloch
14. Sep. 2026 |
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Apple hat die Vertragsbedingungen für iCloud aktualisiert. Wer in diesen Tagen ein Gerät neu einrichtet oder die aktuellen Software-Updates einspielt, bekommt das juristische Regelwerk womöglich bald wieder zum Abnicken vorgelegt. Meistens klickt man so etwas bekanntlich reflexartig weg, doch dieses Mal lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Neben der formalen Umstellung von der alten „Apple-ID“ auf den Begriff Apple Account stecken nämlich drei Neuerungen im Text.
Der wichtigste Punkt betrifft alle, deren iCloud-Speicher regelmäßig aus allen Nähten platzt. Bisher galt im Grunde: Ist der Speicher voll, verweigert iCloud neue Fotos, Backups pausieren und über die iCloud-Mailadresse kommen keine neuen Nachrichten mehr rein. Die vorhandenen Daten blieben aber meist über längere Zeit unangetastet liegen.
Damit ist nun Schluss, denn Apple räumt sich ganz offiziell das Recht ein, den Rotstift anzusetzen:
„Du erklärst dich damit einverstanden, dass Apple, sobald du dein iCloud-Speicherlimit überschritten hast, nach einer Frist von 30 Tagen alle gespeicherten Daten löschen darf, die dein Speicherlimit überschreiten.“
Wer sein kostenpflichtiges iCloud+-Abo kündigt, auf eine kleinere Speicherstufe wechselt oder wessen hinterlegte Kreditkarte abläuft, hat exakt 30 Tage Zeit, um die überzähligen Daten lokal wegzusichern oder das Konto wieder unter das Limit zu bringen. Wer von 200 GB oder 2 TB zurück auf die mageren 5 GB Gratis-Speicher fällt, riskiert nach Ablauf dieser Monatsfrist schlichtweg den Verlust von Daten. Wie Apple das allerdings handhabt, steht nicht drin. Ich denke, da wird es sicher noch die eine oder andere Warnung mehr geben, bevor einfach gelöscht wird.
Auch die KI-Funktionen finden sich nun schwarz auf weiß in den Bedingungen wieder. Apple verankert dort Apple Intelligence mitsamt persönlichem Kontextverständnis, App-Aktionen, Displayinhalts-Erkennung sowie Siri AI und Werkzeugen, die auf den hauseigenen Apple Foundation Models basieren. Apple hält sich ausdrücklich offen, für bestimmte Features und Dienste von Apple Intelligence Nutzungsbeschränkungen einzuführen. Ob und wie streng solche Limits am Ende greifen, wird sich zeigen. Zudem wird nochmals klargestellt, dass manche Funktionen regional eingeschränkt bleiben können.
Zu guter Letzt bessert Apple bei den rechtlichen Rahmenbedingungen für eventuelle Preissteigerungen nach. Für Nutzer in Deutschland und Österreich wurde eine detaillierte Preisanpassungsklausel integriert.
Darin listet Apple auf, unter welchen Bedingungen die monatlichen Abopreise für iCloud+ künftig angehoben werden dürfen. Dazu zählen unter anderem steigende Kosten für technische Infrastruktur (Rechenzentren, Hosting, Datenspeicherung, IT-Wartung), Personal- und Gemeinkosten, behördliche Abgaben, Wechselkursschwankungen sowie Kosten durch neue Funktionen oder gesetzliche Vorgaben.
Etwaige Kostensenkungen an anderer Stelle müssen dabei gegengerechnet werden. Vermutlich ist das den Dingen geschuldet, die Apple Intelligence verursachen können. Kommt es zu einer Preiserhöhung, wird man vorab benachrichtigt und muss dieser für die Fortführung des Abonnements gegebenenfalls aktiv zustimmen.