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Russische Drohnenangriffe - Vor allem Kiew ist im Visier
Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind intensiver geworden. Dazu kommt: Die Drohnen sind inzwischen oft schneller und schwieriger abzufangen. Besonders betroffen sind die Anwohner in den Vororten Kiews.
Aliona Tkatschenko steht in der Abenddämmerung vor ihrem Haus. Es war ein anstrengender Tag. Sie hat die Trümmer einer Lagerhalle ihrer Firma nach verwertbaren Waren durchsucht. Russische Raketen waren vor Kurzem ins dortige Gewerbegelände eingeschlagen.
"Die erste Rakete krachte um sechs Uhr dreißig in ein Nachbarlager", erzählt sie. "Die nächste traf das Lager der Süßwarenkette Roshen sowie einige Lkw." Vielleicht sei ihr Arbeitgeber - eine ukrainische Spielwarenfirma - gar nicht im Visier gewesen, ergänzt Aliona noch.
Im Gewerbegebiet in Welyka Oleksandriwka schlugen russische Drohnen ein.
Getroffen wurde die Firma trotzdem. Aliona lebt in Welyka Oleksandriwka, einem 5.000-Einwohner-Vorort Kiews. Mit tränenerstickter Stimme spricht sie über den Angriff: "Die Arbeit dort ist wie mein eigenes Kind, es ist mein Leben. Dieser Angriff fühlt sich an, als ob mein eigenes Haus abgebrannt wäre."
Während Aliona spricht, schießt die Flugabwehr russische Drohnen ab. Die Geräusche scheinen weit genug weg zu sein. Dann ertönt ein zischendes Motorengeräusch. Innerhalb von Sekunden kommt es näher - es gibt eine heftige Explosion. Eine Drohne rauscht in Sichtweite nur wenige hundert Meter an Aliona und dem Team vorbei und schlägt in einer nahegelegenen Bahnlinie ein.
Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufscenter im ostukrainischen Pawlohrad wurden fünf Menschen getötet.
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Alle werfen sich zu Boden, um sich vor der möglichen Druckwelle zu schützen. Niemand wird bei diesem Vorfall verletzt. Der Drohneneinschlag steht jedoch beispielhaft für den Alltag, wie ihn die ukrainische Hauptstadtregion derzeit erlebt - darunter Orte wie Welyka Oleksandriwka. Oft mehr als zehnmal pro Tag gibt es Luftalarm, Drohnen schlagen auch tagsüber ein.
Das bestätigt auch Ljubow Ponomarenko, eine Nachbarin von Aliona: "Bis vor einiger Zeit wurden wir zumeist nachts bombardiert. Man konnte wenigstens normal zur Arbeit gehen und tagsüber Dinge erledigen. Jetzt gibt es Luftangriffe rund um die Uhr."
Raketen, Marschflugkörper sowie Hunderte Drohnen wurden eingesetzt. Mehrere Menschen wurden getötet.
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