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PC-Spiele lokal auf Android zocken: GameNative 1.2.1 mit Neuerungen für Steam und Meta Quest
Erst vor wenigen Tagen hatten die Entwickler von GameNative ihre App, mit der sich PC-Spiele ohne Umweg über die Cloud lokal auf Android-Geräten ausführen lassen, als Pre-Release veröffentlicht. Nun folgt die offizielle Version 1.2.1, die zahlreiche Fehler behebt und den Funktionsumfang auf mobilen Geräten erweitert.
Eine der größeren Neuerungen betrifft Meta Quest, bei der die speziellen XR-Builds mit Version 1.2.1 erstmals eine grundlegende Unterstützung für XR-Spiele bieten. Zugleich bauen die Entwickler die Steam-Integration aus. Neu hinzugekommen ist eine Ansicht, über die sich Steam-Achievements direkt innerhalb von GameNative einsehen lassen.
Für Geräte beziehungsweise Displays im 4:3-Format ergänzt ein kuratierter 4:3-Filter die Steam-Bibliothek, der insbesondere für den RP Nova gedacht ist. Spiele, die auf Steam oder GOG ausgeblendet wurden, können fortan auch aus der Bibliothek von GameNative entfernt werden. Steht ein Titel über eine Steam-Familienbibliothek mehrfach zur Verfügung, lässt sich nach dem Update zudem festlegen, welches Exemplar GameNative verwenden soll.
Auch die Unterstützung von Good Old Games (GOG) wurde ausgebaut. Ein neuer GOG-Installer für Version 1 soll unter anderem die korrekten Registry-Einträge anlegen und Schwierigkeiten mit älteren Spielen ausräumen, die ein vorhandenes CD-Laufwerk voraussetzen. Darüber hinaus haben die Entwickler einen Fehler behoben, der bei bestimmten DLCs zu Problemen führen konnte. Als Beispiel wird „Sally Face“ genannt, bei dem der Download fehlschlagen konnte, wenn der Season Pass ausgewählt war.
Bei Epic Games lag der Fokus hingegen auf Fehlerkorrekturen. Ein Problem im Umgang mit mehreren Spielständen wurde behoben, gleichzeitig ergänzt Version 1.2.1 die Container-Einstellungen um eine Option zum Abschalten des Epic-Overlays. Dadurch sollen unter anderem Abstürze beim Laden von Spielständen vermieden werden, die auf den virtuellen Speicher von CEF zurückgehen können.
Nachgebessert haben die Entwickler außerdem bei der Controller-Unterstützung. Im Multi-Controller-Betrieb konnte bislang der Fall eintreten, dass sich ein einmal als zweiter Spieler registrierter Controller anschließend nicht mehr dem ersten Spieler zuweisen ließ. Version 1.2.1 beseitigt diesen Fehler. Ebenso sollen sich zusammengehörige Joy-Con-Controller nun problemlos miteinander koppeln lassen. Composite-HID-Tastaturen wiederum stuft GameNative nicht länger fälschlicherweise als Controller ein.
Mit dem Update halten darüber hinaus optionale Sponsorenhinweise und Empfehlungen auf dem Startbildschirm Einzug. Sie sollen den Startvorgang nicht verzögern und können über die Haupteinstellungen vollständig deaktiviert werden. Nach Angaben des Entwickler-Teams sollen die Einblendungen dazu beitragen, die weitere Entwicklung des Projekts zu finanzieren.
Weitere Anpassungen betreffen die Oberfläche und die Organisation der Spielebibliothek. Deren Tabs können mit Version 1.2.1 individuell angepasst werden, außerdem haben die Entwickler eine URI-Implementierung integriert. Ein Darstellungsfehler im Hochformat, durch den Spiele am oberen Rand des Bildschirms angezeigt wurden, gehört ebenfalls zu den behobenen Problemen.
Die Liste der Fehlerkorrekturen fällt darüber hinaus umfangreich aus. Unter anderem beseitigt das Update Leistungseinbußen durch den FPS-Limiter, die beispielsweise in Mewgenics auftreten konnten. Änderungen gibt es auch beim schnelleren Laden von externen Speichermedien: Nachdem die zuvor standardmäßig aktivierte Funktion unter Version 1.2.0 Probleme beim Start von Spielen auf externem Speicher verursachen konnte, wurde sie zunächst in eine optionale Einstellung umgewandelt. Für die finale Fassung passten die Entwickler die Standardkonfiguration in diesem Bereich erneut an, unter anderem hinsichtlich Libredirect und des schnelleren externen Ladens. Benutzerdefinierte Pfade zu ausführbaren Dateien können zudem fortan außerhalb des Laufwerks A: liegen. Probleme beim Start von BAT-Dateien