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iPhone 18 Pro: Analyst meldet „lauwarme“ Vorbestellungen
Kurze Lieferzeiten deuten laut Analyst Jeff Pu auf verhaltene iPhone-18-Pro-Nachfrage hin. Doch die Datenbasis ist dünn – und das iPhone Duo spielt eine Rolle.
Der Vorbestellstart für Apples iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max verläuft nach Einschätzung des Analysten Jeff Pu von GF Securities verhalten. Pu spricht von einer „lauwarmen“ Nachfrage und stützt seine Bewertung vor allem auf die beobachteten Lieferzeiten im Apple-Store. Die neuen Pro-Modelle hatte Apple erst kürzlich mit einem neuen A20-Pro-Chip und einer verbesserten Kamera vorgestellt. Mit den neuen Modellen wurden auch die Preise erhöht. Grund ist die Speicherkrise am Markt.
Belastbar ist diese Momentaufnahme allerdings kaum. Pu hat keinen Zugriff auf tatsächliche Verkaufszahlen, und Apple weist seit Jahren keine iPhone-Stückzahlen mehr in seinen Quartalsberichten aus. Ohne Kenntnis der Lagerbestände lässt sich daraus wenig ableiten: Lange Wartezeiten können ebenso auf hohe Nachfrage wie auf knappe Bestände zurückgehen, kurze Lieferzeiten auf gute Bevorratung oder eben schwächeres Interesse.
Aktuell sind laut Pu zum Marktstart nahezu alle Konfigurationen des kleineren iPhone 18 Pro sofort lieferbar. Einzige Ausnahme bildet das Modell in der neuen Farbe Burgunder mit 256 GByte, das eine Lieferzeit von drei bis vier Wochen aufweist – Signaturfarben sind meist stärker nachgefragt. Beim größeren Pro Max sieht das Bild anders aus: In den USA nennt Pu für die Mehrzahl der 256- und 512-GByte-Varianten sowie für die 1-TByte-Version in Burgunder ebenfalls drei bis vier Wochen Wartezeit.
Für das Pro Max mit 1 TByte in den Farben Schwarz und Polar liegt die Lieferzeit bei ein bis zwei Wochen, während die Silber-Variante mit 1 TByte und die meisten 2-TByte-Konfigurationen sofort verfügbar sind. In China gibt Pu für das Pro Max in Polar mit 256 oder 512 GByte zwei bis drei Wochen an.
Als Gründe für die verhaltene Nachfrage führt Pu geringe Hardware-Verbesserungen, höhere Preise – besonders bei großem Speicher –, die Kritik am hohen Gewicht sowie die Konkurrenz durch Apples erstes faltbares iPhone an. Pu selbst hatte bereits im August Preiserhöhungen von bis zu 300 US-Dollar prognostiziert, unter anderem wegen steigender Speicherpreise und der Kosten für den neuen 2-Nanometer-Chip. Beim offiziellen Launch fiel die Steigerung allerdings deutlich moderater aus.
Von „begrenzten Upgrades“ zu sprechen, greift technisch allerdings zu kurz. Die Verbesserungen stecken vor allem im Inneren: Den A20 Pro fertigt TSMC im 2-Nanometer-Verfahren, die GPU wächst auf sieben Kerne mit Raytracing-Fähigkeit, die Neural Engine beschleunigt lokale KI-Berechnungen. Hinzu kommen eine variable mechanische Blende, spürbar längere Akkulaufzeiten und schnelleres Laden.
Die entscheidende Unbekannte bleibt das iPhone Duo. Dessen Vorbestellungen starten erst am 16. Oktober, der Marktstart folgt am 23. Oktober 2026. Ein unbekannter Teil potenzieller Pro-Käufer dürfte bewusst auf das Faltmodell warten oder zumindest noch überlegen, wie sie vorgehen.
Pu hat zudem seine Produktionsschätzungen reduziert. Für iPhone 18 Pro und Pro Max senkte er den Fertigungsplan auf 72 Millionen Einheiten – begründet mit Engpässen bei der neuen Kamera mit variabler Blende. Beim iPhone Duo kappte er den Plan für 2026 von sieben auf sechs Millionen Geräte, hier machen angeblich Probleme mit dem Scharnier zu schaffen.
Für den DACH-Markt bedeutet das im Weihnachtsgeschäft 2026 unterschiedliche Verfügbarkeiten. 72 Millionen Pro-Geräte sind global ein hohes Volumen, sodass die Pro-Modelle in Deutschland, Österreich und der Schweiz voraussichtlich breit verfügbar bleiben – einzelne Konfigurationen wie das Pro Max mit 256 oder 512 GByte oder in Burgunder könnten zeitweise knapper werden. Das iPhone Duo dürfte mit nur sechs Millionen Einheiten hingegen klar limitiert bleiben.