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Künstliche Intelligenz: TÜV startet eigenes Prüfprogramm und Zertifizierungen
von Carsten Knobloch
16. Sep. 2026 |
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Die deutschen TÜV-Organisationen wollen mehr Verlässlichkeit in den Markt für künstliche Intelligenz bringen und arbeiten an einem gemeinsamen Rahmenprogramm zur Zertifizierung entsprechender Systeme. Unternehmen und Entwickler sollen damit die Möglichkeit erhalten, Qualität, Sicherheit und Funktionsweise ihrer KI-Anwendungen unabhängig überprüfen und bescheinigen zu lassen.
Hintergrund ist neben der allgemeinen Skepsis vieler Nutzer vor allem die europäische KI-Verordnung (EU AI Act), heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Das Rahmenprogramm des TÜV dockt direkt an diese Vorgaben an und ergänzt sie um technische Prüfungen. Aktuell läuft eine Pilotphase unter realen Einsatzbedingungen, ab Ende 2026 soll das Angebot dann regulär für Unternehmen zur Verfügung stehen.
Geplant sind drei Zertifizierungsstufen mit unterschiedlicher Prüftiefe. Die erste Stufe richtet sich an Systeme abseits der Hochrisiko-Kategorie und deckt grundlegende Anforderungen ab. Die zweite Stufe steht allen Systemen offen und beinhaltet eine strukturierte Risikobewertung inklusive Dokumentationsprüfung und Vor-Ort-Begutachtung. Bei der dritten Stufe kommen ergänzend eigenständige technische Tests hinzu, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Systeme im Detail auf Herz und Nieren abzuklopfen. Ob sich das TÜV-Siegel in der Praxis als echtes Vertrauensmerkmal für Endkunden und Geschäftspartner durchsetzt, bleibt abzuwarten - ist irgendwie schwierig greifbar bei den rasanten Änderungen im Markt.
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